Volltext: P. L. Bouviers Handbuch der Ölmalerei für Künstler und Kunstfreunde

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N eunzehnter Abschnitt. 
der Staffelei. 
Von 
fassen deshalb die beiden Seitenstreben. Ohne dies würde das 
Tischchen, das nur in der Mitte befestigt ist, schwanken und sich 
leicht ein wenig von den Streben entfernen können; so aber kann 
die Abweichung niemals grofs sein. 
Die Henkel sind mit je vier Schrauben an dem verticalen 
Brettchen befestigt. Sie werden besser statt von Holz, von rundem 
und poliertem Eisen gemacht, dadurch dauerhafter und bequemer 
für den Gebrauch. 
Das Tischchen ist an der vorderen Seite mit einer Leiste ein- 
gefafst, damit die darauf gelegten Sachen nicht leicht herunter- 
gleiten; aufserdem ist noch eine andere in der Mitte befestigt, 
welche das ganze in zwei gleiche Teile teilt. Der Teil bis zur 
Staffelei dient zum Aufstellen des Gemäldes und der vordere, um 
Pinsel etc. darauf legen zu können. 
Diese Staffelei mit der Feder und den Zahneinschnitten 
ist die allgemein gebräuchlichste, aber in so fern in einfacherer 
Form, als statt des die mittlere Strebe umfassenden Stückes nur 
eine Art kleiner Konsole gebraucht wird, in der oben das beweg- 
liche Stück befestigt ist, und nach innen in einer Vertiefung sich 
die Feder befindet. Auf der Flache oben ist dann das Tischchen 
befestigt, wie es vorher beschrieben ist, aber ebenfalls einfacher, 
ohne das aufrecht stehende Brettchen und ohne die Kästchen. 
Die 
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Staffelei. 
Eine in neuerer Zeit konstruirte und in Gebrauch gekommene 
Staffelei bietet so viele Vorteile für die Stellung des Bildes auf 
derselben, wie für die Sicherheit und Festigkeit überhaupt dar, 
dafs ihrer als ganz besonders empfehlenswert Erwähnung geschehen 
mufs. Ihre Herstellung ist kompliciert und sie ist daher bedeutend 
teurer als die anderen Staffeleien, aber allerdings auch aufser- 
ordentlich viel vollkommener und für grofse und kleine Gemälde 
gleich gut zu gebrauchen. Sie besteht wesentlich aus zwei Teilen
	        
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