Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
P. L. Bouviers Handbuch der Ölmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1346518
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1348523
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Zehnter Abnchnitt. 
die Farben. 
Farbe und 
Die 
Wasser bis in die hellsten Fleisehtöne geführt werden können, ganz 
abgesehen davon, dafs immer verschiedene Farbentöne hervorge- 
bracht werden, je mehr oder je weniger man von der einen oder 
der andern Farbe nimmt. Ein ganz klein wenig Blau wird jeden 
der so erreichten Töne mildern und durch immer stärkeren Zusatz 
in verschiedenartiges 
überführen.  
Grau 
bis 
ins 
Braun 
und 
Blauschwärzliche 
Gelb und Blau giebt also Grün; wärmer, kalter d. h. gelb- 
licher oder blauer, je nachdem man mehr von der einen oder 
der anderen Farbe nimmt, immer aber rein und brillant. Will 
man diese Brillanz mildern, so nimmt man ein wenig Karmesinlack 
dazu, wenn mehr und mehr, gelangt man zum Braun und Braun- 
schwarz oder Blauschwarz. Durch das Zunehmen von mehr Wasser 
demnach zu einer ganz unendlichen Menge hellerer grüner, grün- 
lich grauer, grünlich brauner und grünlich schwarzlicher Töne. 
In derselben Weise kann man das reine, vollkommene Violett, 
welches man durch das Blau und den Karmesinlack erhält, ver- 
ändern; rögincher, blauer je nachdem man mehr von der einen 
oder andern Farbe nimmt. Durch mehr und mehr Zusatz von 
Gelb wird das Violett milder, stumpfer, oder grauer, brauner 
werden, zuletzt wirklich grau, braun bis ins Schwarze. Wiederum 
also eine sehr grolse Menge von F arbentönen, alle durch die ein- 
fachen Farben, Gelb, Rot und Blau hervorgebracht. Annähernd 
wird man durch alles dies eine Vorstellung davon bekommen 
können, dal's wirklich alle Farbentöne aus diesen drei ursprünglichen 
Farben zusammengesetzt sind und zusammengesetzt werden können. 
Wenn dies so ist, warum dann die grofse Menge der vorn in 
diesem Buche aufgeführten Farben? 
In der Natur erhält eine jedeFarbe ein anderes Aussehen, 
je nach dem  Stoff, an dem sie gebunden ist. Wenn z. B. weifses 
Seidenzeug, weifses T_u_eh, weifse Leinjgvand mit einer und derselben 
Farbe gelb, rot, blau etc. gefärbt würden, so würde diese doch
        

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