Volltext: P. L. Bouviers Handbuch der Ölmalerei für Künstler und Kunstfreunde

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Vierter Abschnitt. 
Leinöl und Mohnöl. 
100 Gewichtsteile Chromgelb 19 Gewichtsteile Öl. 
„ „ Bergzinnober 25 „ „ 
„ „ Eisenoxyd 31 „ „ 
„ „ Dunkler Krapjilack 62 „ „ 
„ „ Goldocker 66 „ „ 
„ „ Lichter Ocker 75 „ „ 
„ „ Kasseler Braun 75 „ „ 
„ „ Grüne Erde 100 „ „ 
„ „ Pariser Blau 106 „ „ 
„ „ Gebrannte grüne 
Erde 112 „ „ 
„ „ Berliner Blau 112 „ „ 
„ „ Beinschwarz l 12 „ „ 
„ „ Kobaltblau 125 „ „ 
„ „ Florentiner Braun 150 4„ „ 
„ „ Gebrannte Terra 
di Siena 181 „ „ 
„ „ Ungebrannte 
Terra di Siena 240 „ „ 
Ein wissenschaftlicher Grund für diese Verschiedenheiten ist 
bis jetzt nicht gefunden, da weder die specilische Schwere, noch 
sonst eine Eigenschaft der Farben dabei sich als mafsgebend her- 
ausgestellt hat Nur dies läfst sich dabei bemerken, dafs meist 
die Farben, welche wenig Öl bedürfen, auch deckender Natur 
sind, diejenigen, welche viel Öl gebrauchen, durchsichtige Lasur- 
farben. Ferner bleiben die mit wenig Öl hergestellten Farben 
zwar nicht immer, aber doch meist unverändert und sind am 
wenigsten geneigt Risse und Sprünge zu bekommen, während die 
mit vielem Öl hergestellten Farben durchschnittlich geneigt sind 
nachzudunkeln, die einen weniger, die anderen mehr. 
Es ist nun zwar von der notwendigen Menge von Öl für 
eine jede Farbe nicht möglich, irgend etwas zu kürzen, damit sie 
gut zubereitet sei und die für sie nötige Masse von Bindemittel 
habe, aber eben so notwendig ist, sich zu hüten, irgend mehr Öl 
dazu zu gebrauchen, als unbedingt erforderlich ist. Durch zu 
viel Öl wird stets das Nachdunkeln, Springen und Reifsen der 
Farben befördert, aufserdem aber noch den Gemälden in späterer 
Gewichtsteile 
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