Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
P. L. Bouvier's Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1340265
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1341669
Prüfung 
ldei Farben. 
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zen Farben, die bei dem Unter-malen zum Impastiren gebraucht 
werden. Diese Versuche trage man so auf, daSS an der einen 
Seite ein hinlänglich starker Farbenauftrag sich befinde, ohne 
dass dessen zu viel ist. Diesen trage man allmälig immer 
schwächer bis an die entgegengesetzte Seite auf, gleichsam wie 
einen Schatten, der sich in das reine Weiss verliert. Wenn man 
bis zum schwächsten Ton gekommen ist, welches viel geschwinder 
geschieht, als man zum Schreiben braucht, so mache man an 
dieser Stelle einen etwas festen Strich, entweder mit eben der 
Farbe, oder mit einem Bleistift, um den Ort, auf welchem der 
dünnste Zug unseres Versuchs beendigt ist, nicht zu verlieren. 
Ist dies geschehen, so numerire man ihn, und halte ein kleines 
Büehelchen, in welchem man den Tag, den Monat und das Jahr der 
der Probe bemerkt, damit man sich Raths erholen kann, im Fall 
man vergessen sollte, was es für eine Farbe ist, sowie auch, 
mit welchen man sie vermischt hat; ferner den Ort, woher sie 
bezogen, den Preis etc. Diese Versuche mit Wasser mache man 
auf einem schönen und starken Kartenblatt. Elfenbein, welches 
besser ist, würde zu theuer sein. Jeder Versuch muss die Grösse 
von dem Drittheil einer Domino-Marke haben, wenigstens bei den 
Wasserfarben, und auf diese Art kann man wohl zwanzig auf 
eine grosse Schreibkarte bringen. Jede Karte muss ihre beson- 
dere Nummer haben, um sie wieder zu erkennen, und jeder Ver- 
such auch eine, von Nr. 1 bis 20. Das kleine Biichelchen muss 
eben die Ziffern haben mit Erläuterungen, dergestalt, dass man 
sogleich Enden kann, was es für eine Farbe ist, die z. B. Nr. 16, 
Karte Nr. 3 hat, und so mit allen übrigen. Ich habe gesagt, 
man müsse alle diese Versuche doppelt machen, und zwar, um 
eine dieser Karten dem Tageslicht und der Sonne auszusetzen, 
und die andere beständig verschlossen und im Dunkeln zuhalten. 
Auf diese Art wird diese letztere beinahe ihre ganze Frische 
beibehalten und uns bei der Vergleichung die Veränderungen 
genau erkennen lassen, die in der correspondirenden Karte, welche 
der Sonne ausgesetzt war, stattgefunden haben. 
Dieses ist _noch nicht hinreichend, sondern man muss auch 
eben diese Versuche in Oel machen. Dieses geschieht in eben 
derselben Weise, indem die Farbe stufenweise vom Starken bis
        

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