Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
P. L. Bouvier's Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1340265
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1345472
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Neunundzwanzigste Lection. 
Das Fix-missen. 
und Firnisse, durch welche sie auch sicher umkommen, allein sie 
Biegen darauf zu, bleiben wider Willen daran kleben und man 
kann sie nicht wieder losmachen. Es würde sogar gefährlich 
sein, wenn man dies thun wollte, es würde auf dem Gemälde 
einen Fleck zurücklassen, und das Klügste in einem solchen Falle 
ist, zu warten, bis der Firniss ordentlich gefasst 1131m Alsdann 
bemüht man sich, das Insect mit möglichster Vorsicht abzunehmen, 
"und da es nicht unter die Oberiiäche hat kommen können, son- 
dern nur auf der Oberfläche sitzen geblieben ist, kann man es 
so fortbringen, dass dabei nur eine möglichst geringe Spur zu- 
rückbleibt. 
Wiederholung allerVorsichtsmassregeln, d-ieman im 
Allgemeinen zu beobachten hat. 
Man tauche den Dachspinsel nur bis zur Hälfte der Haare 
ein und streiche ihn am Bande des Gefasses ab, um das 
Ueberiiüslsige wieder abzusetzen. 
Man trage den Firniss nach Vorschrift ziemlich geschwind 
jedoch ohne den Pinsel gar zu schnell zu führen, streifen- 
weise auf, indem man unmittelbar rechts neben dem ersten 
Streifen und zwar immer oben wieder anfängt. 
Man trage ihn gleichförmig auf und so, dass der Pinsel 
nicht ein Mal voller ist als das andere Mal. Man streiche 
Wenig auf, jedoch überall und sehe öfter von der Seite 0b 
eine Stelle vergessen ist, allein man übergehe eine und eben 
dieselbe Stelle nicht öfter, als ein oder luöchstens zwei Mal, 
denn sonst trägt man mehr auf als nöthig ist, und je mehr 
man Sußhen Wilrdß dißS Wieder durch Auseinanderstreichen 
auszugleichen, desto mehr würden sich die Ungleichheiten 
der Dicke mehren. 
Führt man den Pinsel gegen das erste Mal in die Quere, so 
nehme man keinen Firniss, nur muss dann auch unsere Be" 
wegung geschwinder sein, weil der Firniss nicht mehr so 
flüssig ist, als im Anfange, mithin keine Zeit zu verlieren ist. 
Man verstöpsele die Firnisstiasche, sowohl wenn man heraus
        

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