Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
P. L. Bouvier's Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1340265
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1345435
Neunundzwanzigste 
Lection. 
Verfahren 
um 
ein Gemälde mit dem Firniss gut 
Der französische Firniss. 
zuA 
überziehen. 
Man fangt damit an das Gemälde mit einem feinen Schwamm 
und klarem Wasser zu waschen und von aller Fettigkeit zu be- 
freien. Am besten ist es, das Bild unter einen Hahn zu stellen, 
aus welchem man auf dasselbe einen Wasserstrahl fallen lässt, 
während man es nach allen Richtungen mit dem Schwamm ab- 
wäscht. Man muss behutsam darauf waschen, denn starkes Reiben 
auch nur mit reinem Wasser kann die Lasuren und die zarten 
Retouchen schädigen. 
Vorher muss man sich vergewissert haben, dass in dem 
Schwamm keine fremden und harten Körper sind, als Steinchen 
und Stücke von Muschelschalen, was häufig der {Vall ist, denn 
ohne diese Vorsicht würde man unfehlbar das Gemälde zer- 
kratzen. 
Ist dies geschehen, so nimmt man den grössten Theil des 
Wassers mit demselben Schwamm von dem Gemälde ab, nach- 
dem man ihn zuvor stark ausgedrückt hat, 
Damit nun keine Spur von Feuchtigkeit auf dem Gemälde 
zuriickbleibt, muss es der Luft und Sonne ausgesetzt werden 
um es vollständig zu trocknen, oder man bringt es im Winter, 
in einer Entfernung von vier bis fünf Fuss an Flammenfeuer, 
indem man es in den Händen dreht und wendet, um überall eine 
schwache und gleiche Wärme zu erhalten. Man betastet es hin- 
ten mit der Hand um sich zu überzeugen, dass die Wärme nur
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.