Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
P. L. Bouvier's Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1340265
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1344999
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Lection. 
Zweiundzwanzigste 
Staffelei. 
eingelassen werden kann. Diese Strebe trägt das Maltischchen 
mit ähnlicher Einrichtung, wie es auch bei der Staffelei mit der 
Fedenangegeben ist. Ausser jener Einrichtung ist hinten in 
gleicher Linie mit der Strebe ein Gitter befestigt, dessen äussere 
Enden in der Rinne der beiden Stützen laufen. Es dient für 
kleinere Bilder als sichere Rücklehne und da. es an beiden Seiten 
in den Rinnen festgehalten wird, kann der ganze Apparat gar 
nicht schwanken.  Ein bewegliches Stück Holz umfasst die 
vordere Hälfte der beweglichen Strebe bis zur Mitte der Ein- 
kerbung und kann an derselben auf- und abgeschoben werden. Zwei 
kurze, istarke, eiserne Spitzen an der unteren Seite dieses Stückes 
dienen dazu, in die obere Kante des Bildes eingedrückt zu werden, 
so dass dieses nun vollkommen fest und doch ganz senkrecht, ja 
sogar ein wenig vorübergeneigt stehen kann. 
Auf der Rückseite der beweglichen Strebe ziemlich unten 
ist an einen abwärts gekehrten Haken ein festes Hanfseil oder 
eine Kette befestigt, welche über die Rolle des Querbalkens im 
feststehenden Gestellelgeführt, wieder zu einer Winde herabsteigt. 
Diese, mit einem Zahnrade versehen, lässt ihre eiserne Axe unter 
dem Malbrettchen nach vorn gehen, wo sie durch einen Handgriff 
oder Schlüssel in Bewegung gesetzt, den ganzen beweglichen Theil 
auf- und absteigen macht. Ein eisernes Stäbchen durch eine starke 
Feder gegen das innere gezahnte Rad der Welle gedrückt, stellt 
dieses und somit die Welle und den ganzen Apparat fest. Soll 
derselbe also bewegt werden, so zieht man durch einen Ring die 
Feder zurück, dreht die Welle bis das Gestell mit dem Bilde an 
der Stelle ist, wo man dasselbe haben will und lässt dann den 
Ring los, wodurch die Feder das Stäbchen gegen das gezahnte 
Rad drückt und somit Alles an diesem Punkte festgestellt stehen 
bleibt. 
Das Ganze ist aus gutem Eichenholz gemacht, unter dem 
Fussgestell an jeder Seite vorn und hinten eine bewegliche Rolle 
angebracht, wie man dergleichen unter Lehnsesseln, Tischen, 
Flügeln, Betten etc. hat, so dass diese an und für sich schwere 
Staffelei leicht und bequem nach jeder Richtung bewegt wer- 
den kann.
        

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