Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
P. L. Bouvier's Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1340265
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1344739
380 
Zwanzigste 
Lection. 
Pinsel. 
man die Pinsel weglegt, entweder auf den Draht des Pinseltroges, 
oder in eine Schachtel, oder in die Schubladen des Farbenkastens, 
so muss man sich wohl in Acht nehmen, dass die Pinselspitzen 
nicht anstossen, denn dadurch" werden _sie verbogen und bleiben 
am Ende krumm, was sich nie wieder gut herstellen lässt. 
Man kann den Anfängern Ordnung und Reinlichkeit in allen 
Geräthschaften nicht genug empfehlen, sie müssen sich bei Zeiten 
daran gewöhnen, sonst wird man an ihren Arbeiten immer den 
Mangel an Reinlichkeit in ihrem Malapparat gewahr werden. 
Namentlich bei den Pinseln ist es von grosser Wichtigkeit, dass 
sie ihrem Gebrauch und Zweck wirklich entsprechend die Haare 
zusammenhalten und elastisch sind, das allein macht sie zu den 
feinsten und geschicktesten Werkzeugen, indem sie dann dem 
leisesten unwillkürlichen Druck nachgeben. Pinsel, welche diese 
Eigenschaften nicht oder nicht mehr haben, sind als solche gar 
nicht zu gebrauchen. 
Wie viel immer auch "von den angegebenen Rathschlägen ein 
junger Künstler in seinem und seiner Arbeit Interesse zur Aus- 
führung bringen mag, mitgetheilt ist ihm und wird ihm noch ferner- 
hin, in welcher Art und Weise er all sein Malgeräth am voll- 
kommensten und besten reinigen und zu gleicher Zeit c0nser- 
viren kann. Damen und Kunstfreunde, die sich nicht entschliessen 
können, ihre Geräthe selbst rein zu halten, müssen sich wenig- 
stens bemühen, zu dieser Arbeit einen Diener einzurichten, und 
sie thun wohl, im Anfang mehrere Tage darauf Acht zu haben, 
damit Alles so geschieht, wie es sein soll, denn vom Gegentheil 
haben nur sie die Unannehmlichkeiten. 
Von 
den 
Iltis- und Dachspinseln 
(Siehe die Tafeln V. und VI.) 
(Vertreiber). 
 Die Iltis- und Dachspinsel sind zwei Arten Pinsel, die man 
niemals in Oel taucht, es sei denn in Olivenöl, um sie gegen In- 
secten zu verwahren, wenn man sie nicht oft braucht. In diesem 
Falle muss man sie vor dem Gebrauch vollkommen von der 
Fettigkeit reinigen, indem man sie mit Seife und Wasser wäscht, 
wie Seite 378 angegeben ist, nachher in sehr reinem Wasser
        

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