Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1340058
Erklärung der Kupfertafeln. 
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Reihen eine unter die andere, nach dem Loche A gebogen, und zwar in Solcher 
Weise, dass die ganze erste Reihe, die dem Rande zunachst ist, die Töne ent- 
hält, in denen gar kein Weiss ist; die unmittelbar darunter stehenden sind die 
Töne, wo ungefähr halb so viel Weiss zu dem darüberstehenden Tone hinzu- 
gemischt ist. 
Die dritte Reihe ist wiederum zum Theil aus der zweiten Reihe mit einem 
noch betrachtlicheren Zusatz von Weiss gemischt, so dass nun jeder Ton der 
Reihe am Rande der Palette, zweiundzwanzig an der Zahl, von zwei ähnlichen 
Tönen gleicher Art, die nur mehr oder weniger Weiss enthalten, begleitet ist, 
wie das oben im Texte weiter ausgeführt ist; dies macht sechsundsechzig 
Töne, ohne das Weiss und die neun reinen Farben zu rechnen, die links auf 
der Palette von (I) bis (1) stehen. 
 Um eine doppelte Darstellung zu vermeiden, hat man hier auf derselben 
Palette sowohl die Töne zur Vollendung der Fleischparthieen von H bis H 
dargestellt, wie dann darunter die zur Untermalung des Fleisches, der Zahl 
nach funfzelm für die obere Reihe, was für alle drei Reihen fünfundvierzig 
Töne von rV bis f V ergiebt, Weiss und die reinen Farben links auf der 
Palette nicht gerechnet. Die reinen Farben sind aber die ohne jede Mischung 
und zum Theil aus den Blasen ausgedrückten.  
Man hat sich also immer zu vergegenwärtigen, dass man niemals zwei 
solcher Sortimente von Tönen auf eine und dieselbe Palette bringt, und dass 
die Töne für die Untermalung von 8' V bis f V ihrer Zeit eben so am Rande 
aufgesetzt sein müssen, wie hier die von H bis H. 
Das reine Weiss ist stets besonders angegeben. 
Die erste Linie eines jeden Sortiments, welche aus irgend einer Mischung 
oder reinen Farbe, ohne Zusatz von Weiss besteht, ist mit 1 bezeichnet; 
die Linie darunter oder dieselben Töne, aber mit einem Zusatz von ungefahr 
der Hälfte Weiss, ist mit 2 bezeichnet; die dritte Linie, also die am weitesten 
vom Rande entfernte, enthält immer noch dieselben Töne wie 1 und 2, aber 
mit viel mehr Weiss, sie ist hier mit 3 bezeichnet. 
Man bemerkt ferner Ziifern, an der Seite sowohl von H bis H, wie auch 
von f V bis r V. Die Ziffern, die man oben und ausserhalb des RandeS der 
Palette sieht, sind für die zweiundzwanzig auf einander folgenden Töne mit ihren 
Abstufungen durch mehr oder weniger Weiss unter ihnen, wodurch also sechs- 
imdsechzig Fleckchen Farbe für die Palette von H bis H herauskommen, 011119 
Zurechnung des reinen Weiss und der anderen reinen Farben. 
Die Ziffern für die auf einander folgenden Töne der Palette für die Unter- 
malung von i: V' bis  V sind unterhalb der Töne angebracht, funfzehn all der 
Zahl, was zu je drei in die Tiefe genommen, fünfundvierzig Fleckchen Farbe 
giebt, reines Weiss und die übrigen reinen Farben ausgenommen. 
Bouvier, Oelmalerei. 4. Aufl. 36
        

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