Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1340038
Erklärung der Kupfertafeln. 
VII. 
Tafel v1, 
559 
aufzutragen, zumal für Hintergründe, Gewänder, Möbel etc. Er muss eine 
runde „ sehr abgestumpfte Spitze haben, welche stets von den natürlichen En- 
digungen der Haare gebildet werden muss. Die besten sind ein wenig ge- 
baucht und niemals darf sich ein Haar von selbst von der Masse des Pinsels 
trennen und abstehen. 
Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass sie gut gebunden sind, und man 
muss sich solche anschaffen, die mit Messingdraht, der sich fast niemals auf- 
löst, gebunden sind. 
Obgleich hier nur wenige Pinsel dargcstclltsind (was hinreichend er- 
schien, um daran zu zeigen, welche Form sie haben müssen, wenn sie gut sein 
sollen), so muss man sich doch selbstverständlich eine viel grössere Anzahl 
anschaiiien, indem man mit den kleinsten, die noch weniger Volumen als Nr. 3 
haben, beginnt, und allmälig, der Dicke nach ansteigend, vorwärts geht, bis 
zu den voluminösesten wie Nr. 5 und selbst. zu noch grösseren und dickeren, 
wenn man grosse Bilder malen will. Auch muss man mehrere Pinsel von der- 
selben Grösse haben, zumal von den kleineren und mittleren Dimensionen, denn 
ohne diese würde man viel Farbe und viel Zeit verlieren, wenn man den 
Pinsel immer reinigen wollte, so wie man einen anderen Ton gebraucht, was 
doch jeden Augenblick geschieht. Mit vierundzwanzig mittleren und kleinen 
wird man durchaus nicht zu viel haben, und etwa acht, sechs oder mindestens 
vier von den dickeren gebrauchen, die ganz grossen ausgenommen, von denen 
man vielleicht an zweien genug hat.  
Tafel 
VII. 
Vom 
Holz 
der 
Paletten , 
ihrer FQrm und 
Trockenül. 
dem 
Näpfchen 
für 
das 
Die Form dieser Paletten ist sehr bequem. Man muss sie noch einmal 
so gross und Alles in demselben Verhältniss, wie hier auf der Kupfertafel all- 
gegeben ist, machen lassen. 
A ovales Loch, durch welches der Daumen der linken Hand gegteckt wird, 
während die Hand selbst unter der Palette bleibt, um als Stütze derselben 
zu dienen, mit Ausnahme eines Theiles des Zeigefingers, den man ge- 
krümmt an den Ausschnitt B anlegt, wodurch jedes Schwanken der Palette 
verhindert wird. 
B Ausschnitt, an welöhen 
der 
Zeigefinger , 
als 
der 
dem 
Daumen 
nächste, 
hinkommt.
        

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