Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1340006
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Erklärung 
der 
Kupfertafeln. 
Tafel VI. 
man befürchtet, dass die Fugen für die Zapfen dasselbe z'u schwach ge- 
macht hätten, so dass man die Leinwand nicht anspannen kann, (Thne sie 
zu zerbrechen.   
Diese kleinen Platten sind von hartem Holze und werden vermittelst vier 
kleiner Nägel auf derjenigen Hälfte derselben, wo sich der Buchstabe b befin- 
det, auf die Brettchen des Rahmens, jenseits des Theiles, wo die Fugen und 
Zapfen sind, also nach der Mitte zu, angenagelt. 
Obgleich nur an der einen Seite angenagelt, sind diese kleinen Platten 
nichtsdestoweniger fest genug, um auf der nicht angenagelten Stelle, die sich 
gerade über der Verbindung der Brettchen befindet, Widerstand zn leisten und 
die Zusammenfügung am Auseinandergehen oder Zerbrechen zu verhindern, 
obgleich das Holz ldes Blendrahmens an der Stelle dieser Fugen nur eine ge- 
ringe Dicke hat.  
Man sieht rings um den Rahmen in Figur O die Art und Weise, wie die 
Leinwand auf die Dicke des Holzes aufgenagelt ist. (Man vergleiche im Texte 
die dahin gehörigen Stellen der siebenundzwanzigsten, achtundzwanzigsten, 
dreissigsten und einunddreissigsten Lection.) 
K Querleiste zur Befestigung, hier nur mit Punkten angegeben, um jeden 
Irrthnm zu verhindern. Auch sie hat Keile, und jede Querleiste, die man 
zur Verstärkung des Blendrahmens und um ihn nach Massgabe seiner Ver- 
hältnisse im Winkel zu erhalten, für nothwendig hält, bedarf der Keile. 
Nur bei mehr als zwei Fuss grossen Rahmen wendet-man diese Quer- 
leisten an.  
der Leinwand. 
L Rücksäite 
M Querleisten in schräger Richtung, um Blendrahmen von grossen Dimen- 
sionen eine Verstärkung zu geben. Bei Rahmen von zwei Fuss und 
darunter wendet man sie niemals an. 
Auch diese schräg angebrachteß Quer-leisten müssen zwei Keile haben, 
wie alle Leisten, aus denen ein Blendrahmen besteht. Es muss stets be- 
achtet werden, dass, um die Leinwand anspannen und die Keile anwenden zu 
können, alle Stücke durchaus die Freiheit und Fähigkeit, sich ausdehnen zu 
können, behalten müssen und dass nur die Leinwand die feste Verbindung 
aller dieser Theile herstellt. Wählt man diese letztere (Ionstruction, so werden 
diese Querleisten M in allen vier Ecken des Blendrahmens angebracht. 
bb die kleinen Fugen oder Zapfenlöcher, in welche die Keile eingetrieben 
werden. 
po die Keile,_ welche immer einen rechten Winkel auf der Seite haben, wo sie 
den Blendrahmen berühren, während die andere in einem spitzen Winkel 
abfällt und zugeschrägt ist. Die Spitze des schmalsten Winkels der Keile 
wird abgeschnitten und abgerundet, damit sie die Leinwand nicht durch-
        

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