Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1339981
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Erklärung 
der 
Kupfertafeln. 
Tafel 
liche feine Haarspitze haben und nicht etwa mit der Scheere gleich gemacht 
sein. Diese Art Pinsel macht niemals eine Spitze und "wird nie in Oel getaucht. 
Figur 
GTOSSGT; 
flacher 
Dachspinsel 
(Vertreiber). 
(Natürliche 
Grösse.) 
Dieser Dachspinsel, in der Form einer Gänsepfote, ist in Weissblech ge- 
fasst, woran er mit einer Darmsaite (oder Draht) sehr befestigt, gewissermassen 
angenäht ist. Man taucht ihn niemals in Oel und braucht ihn, um grosse Par- 
thieen in Hintergründen, einem Himmel, Gewändern etc. zu vertreiben. Des- 
gleichen auch um Gemälde damit zu firnissen. (Weiteres im Text.) 
Tafel 
Blendrahmen 
mit 
Keilen 
(Keilrahmen) , 
Pinsel 
etc. 
Figur 
Blendrahmen 
mit 
Keilen 
(Keilrahmen). 
Dieser Blendrahmen ist kialb auseinandergenommen dargestellt, damit ein 
Tischler danach einen ähnlichen machen und nun die Zapfenlöcher oder 
Fugen und Zapfen sehen kann, sowie die kleinen, in der Dicke des Holzes 
angebrachten Löcher für die Keile, die man hineintreibt, wenn man die Lein- 
wand, nachdem sie auf dem Blendrahmen festgenagelt ist, sehr stark a.n- 
spannen will. 
A die vier Brettchen des Blendrahmens. 
b die acht kleinen Zapfenlöcher für die Keile o. 
o die acht Keile, von denen aber eine Anzahl nur mit kleinen Strichen an- 
gedeutet ist, um der Zeichnung grössere Deutlichkeit zu geben. 
Diese Keile müssen aus hartem Holze gemacht werden und dürfen nur 
eine starke Linie dick, zwei bis drei Zoll lang und,am oberen Ende zwölf bis 
funfzehn Linien (bei Rahmen von kleiner Ausdehnung, wie etwa von ein bis 
zwei F uss) breit sein. Bei grösseren Blendrahmen werden sie stärker ge- 
macht. Der Rahmen hier ist zu zwei Fuss Höhe und mindestens einem Fuss 
angenommen. 
Breite 
Figur 
Dieser Rahmen ist bereits fertig mit seiner Leinwand bespannt. Er ist 
von hinten gesehen, und obwohl hier viel kleiner als Figur B gezeichnet, muss
        

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