Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1339973
Erklärung der Kupfertafeln. 
Tafel V. 
553 
Angebracht wird dieser Galgen an der' inneren Ecke der Fensterein- 
fassung, d. h. der, die in das Zimmer vorspringt, und zwar auf der rechten 
Seite von Jemandem, der sich gerade vor das Fenster stellte, so dass der 
Maler alles Lieht zwischen sich und dem Vorhang hat.  
 Durch diese Vorrichtung, durch welche man beliebig die Gardine dem 
Fenster ferner oder naher bringen kann (weil die Gardinenstange sich wie eine 
Thür in ihren Angeln bewegt), kann der Maler nach seinem Willen die Masse 
des Lichts bestimmen, dieyer auf die Person, welche er malt, will gelangen 
lassen. Auch kann er es durch Erhöhung des Vorhangs um mehrere Zoll ver- 
ändern, indem man den kleinen Bolzen 5 in verschiedene, zu diesem Zwecke 
in die verticale Stange des Galgens von oben nach unten angebrachte Löcher, 
höher oder niedriger einsteckt.  
Will also der Maler etwa eine Beleuchtung sehr hoch von oben auf sein 
Modell kommen lassen, so kann er doch für sich alles Lieht des Fensters 
reserviren, wenn es ihm passt. (Weitere Erläuterungen muss man im Texte 
nachlesen.) 
ii vorspringende Mauerecke der Fenstereinfassung. 
22 die beiden eisernen Ringe, die als Hespen für den eisernen Galgen ge- 
braucht werden. Sie müssen verhältnissmässig weiter, einer vom anderen, 
entfernt sein, um die Gardine beliebig hoch oder niedrig stellen zu können, 
und ebenso muss die verticale Stange länger nach oben und nach unten 
gehalten werden.  
33 verticale Stange des Galgens. ' 
4 horizontale Stange desselben, woran der Vorhang hängt. 
5 kleiner, eiserner Bolzen, der den Galgen abhält hernnterzusinken. 
R Gardine von genügender Länge, so dass kein Licht unter dieselbe 
Modell gelangen kann. 
auf das 
Nach der Fensterseite muss dieser Vorhang von schwarzer 
nach dem Innern des Zimmers zu doppelt von weisser Baumwolle 
Grund (lazu-ist im Texte nachzulesen.) 
Baumwolle, 
sein. (D er 
S über die Ringe hinausragender Rand des Futters von weisser Baumwolle, 
damit der Gegensatz gegen das vom Fenster kommende Licht nicht zu 
 schneidend für die Augen des Modells werde. 
Figur 
Kleiner 
Dachspinsel 
(Vertreiber). 
(Natürl ich e 
Grösse.) 
Dieser Dachspinscl ist in eine starke Fcderpose gefasst, die durch um- 
gewickelten Bindfaden stärker gemacht worden ist. Er hat die Form eines 
runden Bescns, die Haare müssen ganz gleichniässig hoch stehen, ihre natür-
        

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