Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1339882
544 
Erklärung 
der 
Kupfertafeln. 
Tafel 
Riegel von selbst in die nächste Einkerbung und bleibt dort so lange fest, bis 
man die Stellung des Tisches von Neuem verändern will. Jeder Schlosser, wo 
es auch immer sei, kann ein solches Zahneisen machen, nichts ist einfacher, 
aber es muss ordentlich gemacht sein.  
Gewöhnlich sind diese Einkerbnngen der Strebe b mit ganz dünnen Plätt- 
chen Messingblech belegt. Eine solche Platte ist weich und biegsam genug, 
so dass man sie mit dem Meissel und ein paar leichten Hannnerschlägen in 
die Gestalt und Bewegung der Einkerbung bringen kann. Dieses aufgelegte 
Messingblech verhindert den Riegel, der ja von Eisen ist, das Holz und die 
Zähne oder Kerben der Strebe b zu beschädigen. Mit ganz kleinen gelben 
Nägeln befestigt man dies Messingbend in den Kerben und schlägt die Nägel- 
knöpfe mit dem Hammer ganz ein, dalmit der Riegel leicht darüber gleiten 
kann, ohne irgendwo festzuhängen.   
Das Zahneisen ist hinter dem hölzernen Stück 0 angebracht und wird 
von diesem vollständig verdeckt, so dass man nur den Knopf T hervorragen 
sieht. (Man sehe Figur Ex, wo diese Figur specieller gezeichnet ist.) 
cdie beiden Streben rechts und links an der StaEeIei, die, wie ein Zirkel, 
von oben allmälig nach unten weiter auseinander gehen. 
da: hölzernes Verbindungsstück der beiden Streben cc oben. Dieser Theil dx 
hat in der Mitte eine Oetfnung, um die Strebe b aufzunehmen, die fest da- 
mit verbunden ist.  
An der vorderen Seite dieses Stückes dm, der Seite, von der wir die 
Staffelei A sehen, ist ein sehwalbenschwanzförmiger Einschnitt ( 5-1) 
gemacht, welcher dieStrebe a umschliesst. In diese schwalbenschwanzförmige 
Einkerbung eingeschlossen, gleitet die Strebe a. auf und ab, ohne sich" ron dem 
Querstück das trennen zu können, welches sie umschlossen hält und ihr nur 
dieoFreiheit lässt, längs der Strebe b auf- und abzusteigen. 
dd Querstück, welches die drei Streben b und cc unten an der Stafelei mit 
einander verbindet. . 
e Schwanz der Staffelei. Dieser Schwanz ist vermittelst eines Charniers 
oben so befestigt, dass man ihn nach Belieben näher oder ferner von der 
übrigen Staffelei bringen kann, und dient als drittes Bein, um dieselbe 
aufrecht stehend zu erhalten. Der Schwanz muss etwa sieben Zoll länger 
sein als die Streben b und cc, d. h. er muss sieben Zoll länger sein als 
die übrige Staßelei, wenn diese geschlossen ist, wo sie, ohne gehalten zu 
werden, nicht aufrecht stehen bleiben würde. Man begreift leicht, dass 
wenn der Slchwanz nicht länger wäre als die Staffelei, diese in einer zu 
schrägen Neigung nach hinten liegen würde, wenn sie auf ihren drei 
Beinen Stände.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.