Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1339833
Erklärung 
der 
Kupfertafeln. 
Tafel II. 
539 
 enthaltend, je nachdem man mit der einen oder der anderen dieser Flüssig- 
keiten reibt; auf diesem Platze ist sie am wenigsten im Wege. 
X grosser Spachtel von hellem Horn, um rings auf der Platte und am Läufer 
die Farbe aufzunehmen, wenn man auf der grossen Glasplatte reibt. Die 
Ränder des- Läufers reinigt man nur mit dem kleinen Spachtel. 
Y kleiner Spachtel von hellem Horn zum Mischen der Töne für die Palette. 
Des grossen Spachtels X bedient man sich sowohl zur Reinigung der 
Palette Abends, wie zum Mischen grosser Massen von Farbe, wenn man einen 
Himmel, Hintergrund etc. auf einer grossen Leinwand zu decken hat. Den 
grossen Spachtel X braucht man auch, um, mit etwas Oel, die grosse oder 
kleine Glasplatte zu reinigen. 
U Flache des Umfangs der grossen Läufer Nr. 1 und 2. Die Flache, welche 
eigentlich reibt, darf fünf, ja selbst sechs Zoll im Durchmesser haben. 
ätX(besondere Figur) Grösse und Profil für die sechs Pflöcke von hartem 
Holze, 826a, welche an drei Seiten die Glasplatte an ihrer Stelle festhalten. 
Oben am Stiel (der nach unten dünner wird) haben diese Pflöcke im 
Durchmesser ungefähr drei bis vier Linien. Dieser Stiel muss ungefähr drei 
Zoll lang sein und durch die ganze Holzdicke des Tisches gehen, und nicht 
anders als durch leichte, unter dem Tische dagegen geführte Hammerschltige 
herausgeben, was nur, wenn es durchaus nothwendig ist, geschehen muss. 
Der Kopf der Pflöcke hat die Gestalt eines runden Pfropfens oder Nagel- 
knopfes, oben rund, unten flach. Den einen Theil dieser Rundung bis an 
den Stiel nimmt man ab, damit der Pflock sich mit dieser Hachen Seite gegen 
die Dicke der Glasplatte legen kann. Ein solcher Kopf dieser Pilöcke müsste, 
wenn er rund und nicht abgeschnitten ist, einen Durchmesser von etwa acht 
Linien haben. Die höchste Spitze des Kopfes muss über dem Stiele eine starke 
Linie hoch , aber weder zu gewölbt, noch über die Oberfläche der Glasplatte 
hervorstehend sein.  
Die Löcher für diese Pflöcke müssen mit Sorgfalt so in den Tisch ge- 
bohrt sein, dass es keinen leeren Raum zwischen der Glasplatte und dem ab- 
geschnittenen Theile des Kopfes eines solchen Pflockes giebt, und man ihn 
doch hinsetzen und fortnehmen kann, ohne befürchten zu müssen, dass die 
Ränder der Platte beschädigt werden. 
Die zirkelförmigen punktirten Linien auf der Glasplatte O bezeichnen die 
Bewegungen, welche man mit dem Läufer machen muSS, um die Farbe in die 
Mitte zu bringen, wenn man mit Wasser reibt, wobei' die Farbe viel flüssiger 
ist als mit Oel. Dieselbe Bewegung macht man auch von Zeit zu Zeit, Wenn 
man mit Oel reibt; aber meistens geht man mit dem Läufer von oben nach 
unten und von unten nach oben, und vermeidet den Rändern und Ecken zu 
nahe zu kommen.
        

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