Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1339665
522 
Anhang. 
Restauration 
der Gemälde. 
Uebertragung der ganzen Malerei auf eine neue Leinwand,  
aber zur grössten Aufmerksamkeit, Sorgfalt und Ueberlegung 
sollen und müssen diese Bedenken allerdings auffordern. 
Es liegt auf der Hand, dass die Mittel zur Reinigung diesel- 
ben sind, die überhaupt Schmutz aller Art fortbringen und besei- 
tigen können, mit Berücksichtigung der Eigenthiimlichkeit des 
Materials eines Gemäldes. Zur Verwendung kommen also: 
An Substanzen: 
An 
Wasser, 
Seife, 
Schwarze Seife, 
Leinöl, Mohnöl, Nussöl, 
Terpentinöl, 
Spiritus, 
l3utzwasser. 
Gegenständen: 
Schwämme, 
Baumwolle,  
Leinwand, 
Borstpinsel, 
Messer verschiedener Art, 
Schabeisen, 
Nadeln, spitze Hölzchen etc.  
Alles einfache, dem Zweck entsprechende lilittel, keine Ge- 
heimmittel, die es hierbei nicht giebt. Das Geheimniss beruht 
in der verständigen Anwendung, die für jeden besonderen 
Fall eine besondere sein muss. Im Allgemeinen lasst sich nur 
feststellen, dass das gelindere und unschädlichere Mittel dem 
schärferen und gefahrlicheren vorgezogen werden muss. Wo also 
Wasser genügt, nimmt man keine Seife und noch weniger Spiri- 
tus oder Putzwasser, wo das Reiben mit dem Finger ausreicht, 
nimmt man keinen Schwamm oder Borstpinsel etc. etc. 
Vielfältig ist und wird noch jetzt bald als ein verstarkendes 
Mittel zur Reinigung, bald als ein milderndes für den Spiritus die 
Pottasche bei der Bilderrestauration gebraucht. Ihre Anwen- 
dung ist jedoch entschieden abzurathen, da es scheint, dass 
sie nicht ganz wieder fortgeschaift werden kann und dann, wenn
        

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