Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1339528
(Restauration) 
Wiederherstellung 
der 
Gemälde. 
Das 
Abnehmen 
des 
alten 
Pirniss. 
Wenn nun auch alle Vorsichtsmassregeln so sorgfältig wie 
möglich genommen sind, so wird doch nach Verlauf längerer oder 
kürzerer Zeit der Firniss theils dunkler und gelber, theils trüber 
und undurchsichtiger werden und endlich für die Betrachtung der 
Malerei mehr hinderlich als nützlich sein. Sowie dieser Zustand 
eingetreten ist, dessen Hebung durch Vernachlässigung, durch 
Schmutz, der sich festgesetzt hat, durch Feuchtigkeit, die den 
Firniss zerstört hat, oder durch Unfälle irgend welcher Art zu 
einer unabweislichen Nothwendigkeit geworden sein kann, so muss 
der alte Firniss abgenommen und das Bild mit neuem Firniss 
frisch überzogen werden. I 
Terpentinfirniss. 
Ist der abzunehmende Firniss ein mit Terpentin aufgelöster 
Harzfirniss, zumal Mastix, so ist die Operation nicht schwer zu 
bewerkstelligen. 
Man kann ihn trocken abnehmen, indem man mit den Fin- 
gerspitzen und ein wenig Pulver von irgend einem Harz (Colopho- 
nium, Mastix u. dgl. m.) an irgend einer Stelle zu reiben beginnt," 
wodurch sich Sehr bald der alte. Firniss daselbst ebenfalls in Pul- 
ver verwandeln wird. Weiter reibend verwandelt man den Firniss 
des ganzen Bildes in Pulver und nimmt ihn so von der Malerei ab.
        

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