Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1339326
Vißrunddreissigste 
Leßtion. 
Wie 
man 
einen alten Firniss, 
um ihn durch einen 
der gelb geworden, 
neuen zu ersetzen. 
abmmmt. 
Ein Gemälde wird braun und schwarz, sowohl durch das Ver- 
derben des Firniss, als auch aus anderen Ursachen, wie Dünste, 
Rauch u. dgl. Ist es ein Terpentiniirniss, so kann man ihn ab- 
nehmen; ist es aber irgend ein anderer Firniss, so ist dies viel 
schwieriger und mit vieler Gefahr für das Gemälde verbunden. 
Einen Terpentiniirniss, so wie ich ihn bisher beschrieben 
habe, kann man auf verschiedene Weise abnehmen, von allen 
Arten halte ich die beiden folgenden für die besten, nämlich: den. 
Firniss, indem man ihn mit dem Finger reibt, in Staub zu ver- 
wandeln, oder das Gemälde mit gutem Weingeist abzuwaschen. 
Das letztere Verfahren geht viel geschwinder als das erstere, und 
vielerfahrene Restauratoren von Gemälden haben mir versichert, 
dass sie lieber dieses anwenden, als den Firniss mit den Fingern 
abschleifen; Andere behaupten das Gegcntheil. Damit man also 
über beide Arten selber urtheilen kann, will ich beide beschreiben, 
und das hinzufügen, was meine Erfahrung mir gelehrt hat. Will 
man von einem sehr alten Gemälde, dessen Farbe geborsten ist, 
den FirniSS abnehmen, so halte ich es für besser, dass dies 
mit Weingeist geschehe, weil, wenn man mit den Fingern darauf 
reibt, zu befürchten ist, dass man zugleich einige Theile der Ma- 
lerei losreisst, die, wie ich annehme, nicht fest genug auf der 
Leinwand haften. Handelt es sich aber um ein ziemlich neues 
Gemälde, das wenig oder gar keine Risse hat, so halte ich es
        

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