Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1338930
Dreissigste 
Lection. 
Wie 
die 
grundirte 
Leinwand 
mit 
Bimstein 
abgeschliffen 
ird. 
wi 
Ich habe schon erwähnt, dass es gut sei, wenn man die auf 
den Rahmen gespannte Leinwand der freien Luft und sogar der 
Sonne aussetzt, damit sie bleicht", bevor darauf gemalt wird; 
denn so ist sie fast immer zu ölig und zu dunkel, besonders aber 
wenn die zusammengerollte Leinwand nicht der Luft ausgesetzt 
gewesen ist. 
Ein etwas warmer Tag reicht hin, um .sie brauchbar zu 
machen; allein besser ist es, sie nur an die Luft zu bringen, 
wenn man sie vorher mit Bimstein recht gleich abgeschliffen hat. 
Das, was der Bimstein abnimmt, vermindert den Ueberzug, den 
Luft und Sonne wegnehmen und bleichen sollen. l 
Man nehme ein Stück recht weissen Bimstein, der leicht, 
etwas rund und im Durchmesser etwa drei bis vier Zoll stark 
ist. Diesen schleife man auf einem Sandstein, der auch schon 
geschliiien ist, wie die Treppenstufen, so lange, bis er eine ebene 
Oberfläche von einigen Zellen im Durchmesser erhalt; die hervor- 
Springenden Kanten aber schleife man mit ab, wenn das Stück 
Zu viel Unregelmässigkeiten hat, weil diese Winkel leicht ltisse 
in der Leinwand verursachen. In drei bis vier Minuten ist der 
Bimstein hergerichtet, und die spitzen Winkel, die durch Ab- 
bröckeln die Arbeit beschädigen könnten, schafft man fort. Dieses 
geschieht durch ein paar Umdrehungen der Hand, wodurch man 
den Stein ringsum an seiner Kante schleift. Man "schüttelt und 
bürstet ihn gut ab, damit keine harten Körner oder Sand sich 
u.) .1 vier, Oelxnalerei. 4. Ami, 29
        

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