Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1338771
Siebenundzwvanzigste 
Lectioln. 
Von 
der 
Leinwand , 
der Pappe und den 
darauf zu malen. 
hölzernen 
Tafeln. 
um 
sehe diä sechste Kupfertafel.) 
(Man 
Obgleich ich annehmen darf, dass der grösste Theil derjeni- 
gen, welche sich mit der Oelmalerei beschäftigen, sich auch die 
fertig mit Leinwand bespannten Blendrahmen mit Keilen werden 
verschaffen können, so halte ich es doch nicht für unnütz, die- 
jenigen, welche diese Bequemlichkeit nicht haben, zu unterrichten, 
wie sie diesem Bedürfniss selbst abhelfen oder, wenn sie sich 
damit nicht abgeben wollen, einem Andern die richtige Anfer- 
tigung lehren sollten. _ 
Ich will auch von Holztafeln (Panne1en)1), von Pappe 
und selbst von Papier sprechen, auf welchen man nach vorher- 
gegangener Grundirung malen kann. Das Papier und die Pappe 
braucht man, um die Leinwand zu. sparen, wenn man anfängt, 
in der Malerei Versuche zu machen, oder auch, wenn man über 
Land geht, um Studien in Oel nach der Natur zu machen und 
man nicht mit aufgespanntem Rahmen belästigt sein will. 
1) Pannele (panneaux) sind viereckige, vom Tischler angefertigte hölzerne 
Tafeln von zehn bis funfzig Zoll inls Gevierte, um darauf zu malen. Die 
dünnsten, bei nur acht bis zwölf Zoll in's Gevierte, sind im Holze nur 
Zwei bis drei Linien stark, allein sie müssen aus sehr altem Holze ver- 
fertigt werden, das über hundert Jahre alt ist, sonst krümmt und verwirft es 
sich, daher ziehe ich allezeit die Leinwand vor. Die grössten Pannele brauchen 
nur fünf bis sechs Linien dick und vollkommen gerade und glatt gehobelt 
zu sein. 
Bouvier, Oelmalerei. 4. Aufl. 
        

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