Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1338759
Stützr 
Arm. 
den 
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über die eisernen 
stehen muss. 
Haken 
Zll 
einige 
Sicherheit 
grösserer 
Zoll über- 
Eine andere Art, die rechte Hand vermittelst der Rück- 
lehne eines Stuhls'), die den Arm trägt, aufzulegen. 
Ich behalte die Armstütze CO bei wegen der Haken, auf 
welche man in allen Fallen das Ende des Malstocks I) leicht 
legen kann, so dass diejenigen, welche den Gebrauch des Stuhls 
mit der Rücklehne, den ich jetzt beschreiben will, der Ellbogen- 
stütze, die auf dem Brettchen C C sich bewegt, vorziehen, dessen- 
ungeachtet wohl thun werden, diese Einrichtung beizubehalten, in- 
dem sie blos die Ellbogenstütze c und den ganzen dazu gehörigen 
Apparat e, b und dd weglassen. 
Man reitet auf dem Stühle und hat die Rücklehne vor sich, 
welche ganz gerade und durchaus nicht gebogen sein muss, damit 
sie in ihrer ganzen Breite und Ausdehnung von der Rechten zur 
Linken mit dem Gemälde, das man malt, eine Parallellinie bilde, 
und dass die Hand überall, wo man sie ruhig hinlege, sich in 
gleicher Entfernung von dem Gemälde befinde. Die passende Entfer- 
nung zwischen dem Rücken des Stuhls und der Staffelei kann der 
Maler leicht selbst bestimmen, denn er braucht nur mehr oder 
weniger vor- oder zurückzurücken. Diese Rück- oder Armlehne muss 
viel breiter sein, als die einzige Stütze, die sie trägt, und unge- 
fahr vier bis fünf Zoll auf jeder Seite an der Spitze hervorstehen. 
Die Rücklehne wird selbst eine Art von Tischchen bilden und 
wird drei Zoll Breite und eine Lange von ungefähr zwanzig Zoll 
von der Rechten zur Linken haben. Der Obertheil dieser Art 
Von Tischchen wird mit Haar gepolstert, etwas abgerundet, wie 
eine kleine Wulst und mit Maroquin oder Schafleder überzogen, 
damit der Arm leicht darüber hingleiten und volle Freiheit der 
Bewegung behalten kann. Was den eigentlich sogenannten Sitz 
betrifft, so muss man ihn in der Nähe des Rückens viel schmäler 
halten, als anderswo, damit die Schenkel dadurch nicht behindert 
 1) Diese Rücklehne soll in dem gegenwärtigen Falle blos den Arm und 
mßghn den Rücken stützen. .Ich liefere keine Zeichnung von diesem Stuhl, 
well 10h hoffe, dass man sich davon leicht eine Vorstellung machen kann.
        

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