Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1338680
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Sechsuxldzwaxmzigste 
wtiou 
Staffelei. 
Zufallen vorzubeugen, das überfiüssigo Stück dieses Theiles ab- 
schneiden und das Ende abrunden lassen. Uebrigens muss man 
niemals der Staffelei eine zu starke. Neigung geben, im Gegen- 
theil muss man sich bei Zeiten daran gewöhnen, auf einer Staffelei 
zu zeichnen und zu malen, die beinahe senkrecht steht, und wenn 
man befürchtet, sie möchte vorwärts fallen, indem man sich mit 
der Handauf die Tafel stützt, so braucht man nur unten am 
Sehwanze ein starkes Gegengewicht von Eisen oder Blei anzu- 
bringen, das man leicht vermittelst zweier hinter dem Sohwanze 
eingeschraubten Ringe aufhängt und abnimmt. 
Der zirkelförmig gekrümmte Halter muss schlechterdings 
diese Form haben, da der Schwanz mit der Staffelei "Zirkel- 
spitzen bildet; wenn nun der Halter ganz gerade wäre, so könnte 
man sonst die Bewegung zum Oeffnen nicht machen 1). 
 Es bleibt nur noch übrig zu beschreiben: 1) das Tischchen, 
2) der Winkelhaken F, 3) der Malstock. 
Das Tisohohen h, auf welches man seinen Rahmen oder sein 
Gemälde stellt, ist auf das Stück O stark befestigt. Ein anderes 
Brettchen g ist an das Stück k in einem rechten Winkel fest ge- 
macht. Unter dem Tischehen h sind zwei Schubkasten  mit 
Federn, der eine ist nach vorn zur Linken des Malers, der an- 
dere rechts beündet sich aber an der Seite der Staffelei. Dieser 
Schubkasten ist viel langer als der erste, um darin Borst- und 
Haarpinsel etc. aufzubewahren. In dem ersteren, welcher vor- 
wärts geöffnet wird, verwahrt man kleine Schachteln mit Farben, 
die man nicht in Blasen thut, auchleinige andere trockene, pul- 
verisirte Farben, für den Fall, wenn eine Farbe nicht consistent 
genug, sein sollte, oder auch, um gleich eine Farbe zur Hand zu 
haben, die man mit Oel anmachen kann, so wie in der Blase 
keine Farbe mehr ist. Da die Schubkasten bisweilen ganz wider 
unseren Willen herausgeben könnten, so halt man sie mit zwei 
Stiften oder eisernen Nägeln mit Köpfen an, die oben auf dem 
 
1) Man gieht dem Halter k neun Zoll Länge, sechs Linien Breite und an- 
derthalb Linien Stärke von Eisen. Man vergesse nicht, dass er sich zusam- 
menlegen lassen muss, wie man eine Messerklinge legt, wenn man auf einem 
Teller etwas schneidet.
        

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