Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1338651
mit 
Staffelei 
Feder 
Zahneinschnitten. 
und 
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einen Streifen von sehr dünnem biegsamen Messing, den man 
mit leisen Hammerschlägen biegen, allen Richtungen der Zähne 
folgen lassen, und diese von einem Ende zum anderen ganz da- 
mit überziehen kann, und zwar ohne viel Mühe und ohne den 
Messingstreifen zu zerschneiden. Die Nägel oder Stifte, die man 
von Zeit zu Zeit einschlägt, müssen keinen Kopf oder Vorsprung 
haben, sonst würde deriRiegel mit der Feder für den Zahnein- 
schnitt verhindert, in alle Zähne mit Leichtigkeit ohne Anstoss 
und Widerstand einzugreifen. Jeder Zahn ist unten ungefähr sechs 
Linien tief eingekerbt, und wird, je nachdem er sich erhebt, von 
der Tiefe aus allmälig schwächer, die Zähne sind einen Zoll sechs 
Linien weit einer von dem anderen entfernt und haben ungefähr 
neun oder zehn Linien Breite in der Quere, um die Feder zu 
fassen, die eben so breit sein und frei eingreifen muss, ohne zu 
schlottern. Wenn die Zähne sich nicht allmälig bis zur Ober- 
fläche des Holzes aufsteigend spitz verliefen, so würde man bei 
dem wieder in die Höhe Heben zu viel Mühe haben, die Feder 
darüber weggleiten zu lassen, und der Finger, welcher dieselbe 
anzieht, zu sehr angestrengt werden. 
Das Stück 'O besteht aus einem einzigen Stück harten Hol- 
zes, worin sich die Feder beündet, die von selbst in die Zähne 
eingreift 1). Den Riegel der Feder, welcher in die Zähne ein- 
greift, kann man nicht sehen, weil er in einem derselben ver- 
steckt ist, allein man sieht den Knopf T, "womit man die Feder 
und den Riegel an sich zieht, wenn man ihn aus einem Zahn 
ausziehen und in einen anderen entweder höher oder niedriger 
stellen will. Sobald man die Feder nicht mehr zurückhält, son- 
dern loslässt, so dringt der Riegel natürlicher Weise in die Ver- 
tiefung irgend eines Zahnes, und da er stark genug ist, so hält 
er die ganze Maschine und ruht bis ganz in die Tiefe des Zahnes 
nach unten; sobald man aber mit dem Zeigefinger den, Knopf an 
sich zieht, so wird man durch nichts gehindert, und man kann 
das Brettchen ohne Schwierigkeit hinauf und herunter lassen. 
Diese Einrichtung mit Zahneinschnitten hat den doppelten 
 
 1) Man sehe Fig. EX, wo das Stück O einzeln gezeichnet ist, sowie die 
F 18- E im Profil, welche dabei steht, um Alles deutlicher erkennen zu lassen.
        

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