Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1338624
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Sechsundzwanzigste 
zction. 
Staffelei. 
gewöhnlich aus weichem Holz, theils der Ersparniss, theils der 
Leichtigkeit wegen. Allein sie haben einige Unannehmlichkeiten, 
denn man hat immer zu fürchten, dass das kleine Brettchen mit 
sammt dem darauf stehenden Gemälde fällt. Dessenungeachtet 
aber ist doch eine nothwendig, wegen ihrer Leichtigkeit ist sie 
geeignet das Gemälde darauf zu stellen, das man copirt, oder 
um an einem günstigen Tage mehr als ein Gemälde zugleich 
darauf zu stellen, wenn man in den Fall kommt, sie zu zeigen. 
Die einfachen Staffeleien sind bei Weitem nicht so bequem, 
als die beiden folgenden, von welchen ich jetzt eine Beschreibung 
und Zeichnung liefern will 1). Ihre Form überhebt uns der Mühe, 
das Gemälde vom Brettchen abzunehmen, um es hoch oder niedrig 
zu stellen, wobei man weniger Zeit verliert und keinen Nachtheil 
zu befürchten hat. 
Die 
Staffelei 
mit 
der 
Stellschraube. 
sehe die fünfte Kupfertafel.) 
(Man 
Bei dieser Art von Staffelei, wo das Brettchen auf dem 
Theile A (welcher "aus drei Stücken von gutem harten Holz zu- 
sammengesetzt ist) mit Schrauben befestigt wird, lasst sich das 
Brettchen bewegen, und vermittelst einer starken hölzernen 
Schraube B nach Belieben hoch und niedrig stellen. Man lüftet 
die Schraube, um das Brettchen von der Stelle zu bringen, und 
zieht sie an, um dasselbe fest zu stellen: was nur durch den 
Druck der Spitze der Schraube gegen die mittlere Strebe O ge- 
schieht. Die mittlere Strebe C ist ein nothwendiger Zusatz, wel- 
cher bei der einfachen Staffelei sich nicht vorfindet. Das Stück 
Holz A, welches aus drei Theilen besteht, könnte zwar aus einem 
verfertigt werden, indem man in der Mitte ein viereckiges Loch 
durchmeisselte, um eine freie Bewegung zu ermöglichen, wenn 
man es an der mittleren Strebe C der Länge nach auf und nieder 
gehen lässt; allein die Tischler halten es für besser, es aus 
1) Man sehe die Kupfertafel V. in Ansehung der Staifelei mit der Stell- 
schraube Fig. A. Ich hebe sie nicht ganz gezeichnet, weil es mir unnütz 
schien; allein man wird die Einrichtnng der Stellschraube und das Brettchen 
deutlich erkennen.
        

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