Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1338495
Pinsel. 
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Buche verschaffen wollen, ohne den unmittelbaren Unterricht und 
die Belehrung eines Künstlers haben zu können. 
Der Pinsel in Federposen bedient man sich heut zu Tage 
fast gar nicht mehr, da alle sonst so gefassten jetzt für die Oel- 
maleri durchgehends auch in Weissblech gefasst gemacht werden, 
was auch für die Oelmalerei viel angemessener" und passender 
ist. Ebenso sind die mit Schnüren oder auch Darmsaiten an die 
Pinselstiele befestigten Borstpinsel fast ganz und gar durch 
die mit der Fassung in Weissblech für alle Arten, von den 
kleinsten bis zu den grössten, verdrängt werden. Im Summa 
 man bed-ient sich also fast nur in Weissblech gefasster Pinsel, 
sie mögen nun Marder- oder Borstpinsel, sie mögen klein oder 
gross sein. 
Was zweitens die Form betrifft, so findet man überall neben 
den runden Pinseln auch flach oder platt gefasste, Marderpinsel 
und Borstpinsel, kleinste und. grösste. Nun wird freilich immer 
wohl die individuelle Gewöhnung ein Werkzeug mehr oder weni- 
ger brauchbar machen, im Ganzen aber lasst sich nicht leugnen, 
dass diese flachgebundenen Pinsel eine grössere Elasticitat haben 
und zweckmässiger zu dem Gebrauch sind, um eben damit Flä- 
chen modelliren zu können, wie dies doch überall, sowohl bei 
menschlichen Formen, als auch in der Landschaft nothwendig, 
während der spitze Pinsel mehr für die Linie eingerichtet ist. 
Sie sind daher sehr empfehlenswerth. 
Die kleineren Marderpinsel müssen, auch so gebunden, im- 
mer eine ordentliche und gute Spitze machen, die grösseren 
können das allerdings nicht und dürfen, nass gemacht, sich 
11111" nicht in einzelne Parthieen spalten oder einzelne Haare ab- 
stehen lassen, was ebenfalls von den Borstpinseln verlangt wer- 
den muss. 
Ueberall werden. Pinsel gemacht und die Güte und Vortreff- 
lißhkeit der Fabrikate wird wechseln, je nach der Sorgsamkeit 
und Geschicklichkeit des Fabrikanten. Die Pinsel französischen 
Ursprungs, aus der Fabrik von Filton, gemessen mit Recht bis 
dahin den Ruf der Vortrefllichkeit, zumal oder wenigstens die 
"Marderhaarpinsel. Zu rühmen und besonders zu erwähnen ist 
110011 ein englisches Fabrikat, das unter dem Namen Landseer-
        

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