Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1334508
Erste 
Lection. 
Bemerkungen 
über 
jede 
der 
38 
Farben. 
Weiss. 
Kremnitz er- 
oder 
Kremserweiss. 
Dies ist die vollkommenste von allen weissen Farben, deren man 
sich in der Oelmalerei bedient. Sie wird aus Blei verfertigt wie 
Nr. 2, aber ihre Zubereitung ist viel reiner; das Blei ist nämlich 
gleichförmiger gut oxydirt, so dass keine kleinen Theilchen vom 
natürlichen Blei darin zurückgeblieben, wie im gewöhnlichen Blei- 
weiss, wodurch die Reinheit des Weiss leidet. Es ist unentbehr- 
lich, um Fleisch, Wäsche, Himmel und, alle diejenigen Dinge zu 
malen, welche in ihrer Farbe frisch und rein erscheinen sollen, 
wie z. B. Blumen und schöne brillante Steife. Ich rathe allen 
denen, welche keine grossen Bilder malen, sich bloss des Krem- 
serweiss zu bedienen, denn ohne dieses werden ihre kleinen 
Werke bald eine schmutzige und unscheinbare Färbung anneh- 
men. Im Handel wird es in viereckigen kleinen Broden von zwei 
bis drei Cubikzoll verkauft. Das beste muss sehr schwer und 
von reinem Weiss sein, welches weder in's Graue, noch in's Blaue 
oder Gelbe spielt. Es muss hart, nicht leicht zerreiblich und im 
iBruche rein sein, es muss, an die Zunge gehalten, anziehen, d. h. 
ein wenig ankleben. 
        

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