Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1338249
380 
Lection. 
Dreiundzwanzigste 
Die Werkstatt. 
das Modell treffen können, denn sie verändern den Localton des 
Fleisches und aller übrigen Gegenstände zu sehr, und 0b sie 
gleich immer mehr oder weniger schädlich sind, so sind sie es 
doch weniger, wenn sie nur auf den Platz des Malers fallen. 
sich in einigen Fällen gegen die Widersqheine 
von aussen schützen kann. 
Wie man 
Man kann sich gegen den Widerschein der benachbarten Ge- 
genswinde, einer Mauer, eines Sehornsteins, selbst der Bäume 
verwahren, wenn diese Gegenstände nicht gar zu hoch und be- 
sonders der Werkstatt nicht zu nahe sind. 
Dieses geschieht vermittelst einer Art. hölzerner schräger 
Fensterladen, oder eines einfachen Rahmens mit Leinwand über- 
spannt, in der Gestalt, wie ich jetzt angeben werde und wie sie 
bei den Fenstern der Gefangenen üblich ist. 
Dieser Fensterladen ist einem gewöhnlichen Pulte, von unten 
angesehen, ähnlich, dessen beide Seiten breit und in die Höhe 
gerichtet sind und sich unten in einen spitzen Winkel endigen; 
allein anstatt dass man ein Pult flach auf beide Seiteniiachen 
stellt, so bringt man den Fensterladen am Fussboden und der- 
gestalt an, dass beide Seiten das Licht auffangen, welches rechts 
und links einfallt, und so verschliessen sie Alles von der Oeff- 
nung, was sonst noch bei einer blos schiefen und von oben nach 
der Strasse überhängenden Platte olfen bleiben würde. 
Hiernach besteht dieser Fensterladen aus drei Stücken, nam- 
lich aus dem Boden, der so breit als das Fenster sein muss, und 
aus den beiden anderen Seitenstücken, die nach unten in einen 
spitzen Winkel geschnitten und mit dem Mittelstück verbun- 
den sind. 
Die 
Seitenstücke 
sieht 
man 
VOll 
der 
Werkstatt 
3.118 
wie 
das 
Untere eines Pults, wenn man es umgekehrt sieht, nämlich das 
Untere oben, und wie wenn der niedrigste Theil auf der Mauer 
ruhe, da hingegen der höchste oben sein würde, aber sieben bis 
zwölf Zoll ausserhalb der Mauer. In dieser Lage lässt sich die 
so zusammengefügte Einrichtung ausserhalb des Fensters nach
        

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