Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1337437
Farben 
Lasuren. 
zu den 
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deren Ton zu halten, als den, welchen der Gegenstand eigentlich 
hat, damit, wenn man mit den Retouehen und Lasuren wieder 
darüber kommt, man das Ganze und die allgemeine Harmonie 
des Gemäldes nicht zu sehr in's Dunkle ziehe. Dies Verfahren 
würde nun das rechte sein, wenn man die sonderbare Lust hätte, 
ein sehr altes sehwarzgeräuehertes Gemälde nachzuahmen. 
Verzeichniss der durchsichtigen Farben, um 
 Lasuren und Retouchen zu machen. 
damit 
1) Die Lacke Nr. 11 und 12. 
2) Das Ultramarin Nr. 15 und 16. 
3) Alle vonNatur durchsichtigen schwarzen Farben. 
4)'Der gebrannte venetianische Lack oder der gebrannte 
Carmin Nr. 13 für die grössten Drucker.  
5) Das Berlinerblau Nr. 17.  
6) Die beiden Arten der Terra di Siena Nr. 20 und 21. 
7) Der Asphalt oder das Judenpeich Nr. 24. 
8) Die Casseler Erde Nr. 25 (nur selten, sie dunkelt zu 
sehr nach). 
9) Das gebrannte Preussischbraun Nr. 22. 
10) Das gebrannte englische Berlinerblau Nr. 23. (Dieses 
Braun ist nicht sehr nützlich und kann entbehrt werden.) 
11) Das zusammengesetzte Braun Nr. 27. 
12) Das Indischgelb Nr. 6. 
13) Der krystallisirte Grünspan Nr. 37 (aber sehr selten zu 
brauchen).    
14) Die grünen Lackfarben Nr. 38 (wenn sie dauerhaft sind; 
der Lack Nr. 38 dunkelt jedoch auch nach). 
Es giebt viele Fälle, in welchen man mit Ockerfarben lasiren 
kann, wie dies bei dem zusammengesetzten Braun Nr. 27 ge- 
schieht. Man kann sie rein anwenden, wo z. B. das Indischgelb 
einen zu brillanten und kräftigen Ton den Bäumen, dem Terrain, 
den Felsen etc. geben würde; nur mit zu körperlichen Farben 
kann man nicht lasiren.  
        

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