Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1334362
XXIV 
Inhalts  
-Verzei chniss. 
Seite 
Ferner, ebenso alle aus Vegetabilien gezogenen Farben, welche keine 
Dauerhaftigkeit haben.                 . 345 
Alle grünen Töne muss man entweder aus Preussisch Blau und irgend 
einem Gelb, das in dem Verzeichniss vor der ersten Lection aufgeführt 
ist, oder aus Ultramarin und eben diesen gelben Farben mischen, oder 
endlich aus Schwarz und diesen verschiedenen Arten Gelb für die 
mildesten und mindest brillanten grünen Töne etc.        346 
Jeder Strahl der Sonne verleiht überhaupt dem Theile in der Natur, 
welchen er trifft, einen mehr oder minder goldigen Ton gegen den 
 
Ausser einigen allgemeinen Bemerkungen lassen sich für die Farbe einer 
Landschaft keine besonderen Regeln geben. Man muss nach grosseu 
Meistern und vor Allem nach der Natur arbeiten         348 
Man fangt seine Studien nach der Natur damit an, dass man einfache 
Contoure mit Blei aufzeichnet und in grosse Parthieen eintheilt und 
mit einigen Schraiürungen die Schatten angiebt          348 
Von dem charakteristischen Wuchs der verschiedenen Baumarten und 
ihres Astwerks, dem charakteristischen Aussehen ihres Blätterwerks 
und dem gesammtcn Totaleindrucke derselben          348 
Man hat sich von vorn herein zu hüten, sich an eine gleichförmige und 
monotone Art für das Blatterwerk der verschiedenen Baumarten zu 
gewöhnen 
Wie sehr man auch die besten Meister nachahmen und studiren mag, 
niemals muss man unbedingt ihre Art und Weise annehmen und nach- . 
ahmen, man muss sich danach eine eigene bilden, die gewissermassen 
das unfreiwillige und nothwendige Ergebniss der eigenen Studien ist  350 
Im Allgemeinen muss der Himmel und die Fernen (bei gutem Wetter) 
schon in der Untermalung nur mit Ultramarin, nicht n1it Schwarz, 
aber natürlich immer mit Weiss gemischt, gemalt werden      350 
Von der Reihenfolge, welche die blauen Töne lllld die Farben des Hori- 
zontes bilden müssen, damit der Himmel gewölbt erscheine     350 
Diese Reihenfolge" muss dann in_ schrägen Streifen von der Ecke rechts 
oder links oben, "wo das Blau am intensivsten erscheint, bis zum Ho- 
rizont, wo die Farben immer mehr oder weniger farbig, wa-rm und 
nicht blau_ erscheinen, fortgeführt werden .           351 
Wie man diese verschiedenen Streifen in einander verschmelzen muss  351 
Zu diesem Zwecke muss man sich eine Reihenfolge von Tönen, vom tief- 
stcn bis zum hellsten etc., mischen und auf die Palette aufsetzen   351 
Einige Unterweisungen für die Wolken        .      351 
In welcher Weise der Pinsel zu handhaben ist, um die Farbe abzusetzen, 
auszubreiten und einen ganzen Himmel damit zu decken      352 
In welcher Weise man den Vertreiber bei einem Himmel gebrauchen kann 352 
Zu einem grauen und bewölkten Hiinmel nimmt man kein Ultramarin  852 
Natürlicher Weise kann man sich auch der Farbenreste mit Ultramarin 
gemischter blauer Töne eines blauen Himmels zu einem trüben Him- 
mel bedienen, indem man von einem Schwarz f f f dazu nimmt, und 
kann dies auch bei grossen und grauen Wolkenmassen anwenden   352
        

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