Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1334339
Inhalts  
 Verz eichniss. 
XXI 
Wie ein freier Pinselstrich als Glanzlicht oder als Drucker im 
Schatten beschaffen sein muss, um ausdrucksvoll und geistreich zu 
sein; dass er ohne Zögern und Zweifel frei gemacht sein muss etc.  
Gerade an dieser Pinselführung erkennt man. die grossen Meister    
An der Freiheit solcher Pinselführung unterscheidet man auch leicht ein 
Original von einer auch sonst guten Copie           
Freie und dreiste Pinselstriche auf's Gerathewohl machen durchaus aber 
nicht die Vortrefliichkeit eines Gemäldes aus      3    
Der mehr oder weniger starke Auftrag der Farbe, die geringere oder 
grössere Vollendung und Ausführung eines Gemäldes richten sich we- 
sentlich nach seiner Grösse und der Entfernung, aus der es gesehen 
 
Was in diesen Beziehungen zu beobachten ist (Anmerkung)      
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' Rückblick und Zusatz. 
Wiederholung der vier letzten Lectionen in anderer Zusammenstellung 
und von einem anderen Standpunkte aus  .          
Die Beobachtung der Natur zeigt I. alle Lichtparthieen eines 
Gegenstandes in reinen Farben, gegen die Halbtöne, die gebrochen, 
und gegen die Uebergangstöne, die gebrochen und kalt erscheinen, 
Schatten und Reflexe sind dagegen warm gefärbt         
Mannigfaltigkeit dieser Erscheinung               
II. Alle zusammenstehenden Farben zeigen sich bei einem schönen Farben- 
effect in contrastirender Richtung .              
Beispiele hierfür aus der Natur                 
Für die Palette wird dem vorgeschrittenen Schüler eine kleine Reihe 
von Tönen angerathen, die aus dem Hellen inis Dunkle, aus warmen 
Lichttönen durch gebrochene Halbtöne in kalte Uebergangstöne und 
warme Schatten führt    .        .    .   
Beispiel hierfür zu einem Colorit       .   .      
Für alle Gegenstände, Gewänder etc. ist die Palette in gleichem Sinne, 
aber einfacher aufzusetzen                 
Alle Farbenmischungen in einfachster Weise herzustellen, ist für die 
Dauerhaftigkeit wünschenswerth und nothwendig         
Die Reihenfolge der Arbeit ist 1) Antuschung, 2) Untermalung    
3) Uebermalung, 4) Retouche oder Lasur            
Erst wenn die Malerei ganz trocken, darf die darauf folgende Arbeit vor- 
genommen werden                   
Entweder übergeht man dünn mit tieferen Farben eine hellere und käl- 
tere, oder mit etwas helleren eine nur wenig dunklere und wärmere 
 
Die Haltbarkeit muss auch durch einen freien Auftrag gefördert wer- 
den; die Farbe wird, wenn es nöthig ist, am besten mit Copaiva- 
 
Ueber Fimisse und Harzauiiösungen, die zu den Farben zuzusetzen _sind, 
ist einegenügende Erfahrung bis dahin nicht vorhanden   .   
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