Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1336515
Zeit. 
dazu erforderliche 
Die 
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des Hintergnmdes etc. angelegt; mit einem Wort, etwas Weniges 
von allen denjenigen Parthieen, die sich unmittelbar mit dem 
F leische verbinden, und dasselbe an einigen Orten berühren, 
wie ich schon oben werde empfohlen haben. Man bemühe sich, 
die Grenzen dieser Parthieen mit dem Fleische zu verschmelzen, 
damit sie sich nicht hart abschneiden. In diesem Falle z. B. kann 
man sich des Vertreibers bedienen, den man leicht über die Stelle, 
wo beide Gegenstände sich trennen, hinwegführt, um sie nur ein 
wenig auf dem äussersten Rande zu vermischen; allein dies muss 
geschwind und mit Geschick geschehen, ohne viel Gewicht darauf 
zu legen. 
Von 
der 
Zeit, 
welche zur Untermalung 
erforderlich ist. 
eines 
Kopfes 
Um von der Zeit, welche zur Untermalung des Fleisches er- 
forderlich ist, eine annähernde Vorstellung zu geben, so müsste 
ich zuvörderst die verschiedenen Grade der Fertigkeit, der Ge- 
schicklichkeit und Schnelligkeit durchgehen, was uns aber zu 
weit fuhren würde; ich will mich also auf die Grenzen der beiden 
Extreme einschränken, und meinem Leser die Beurtheilung der 
verschiedenen dazwischen liegenden Grade von Schnelligkeit über- 
lassen. Es wird vorausgesetzt, namentlich für den Sommer, dass 
alle Fleischparthieen eines Kopfes in einem und eben demselben 
Tage untermalt werden, sonst können die Farben nicht mehr so in 
einander verschmolzen und in einander geführt werden, weil sie vom 
Morgen bis zum folgenden Tage schon zuviel Consistenz haben 
und nicht mehr geschmeidig sind, es sei denn, dass die Witterung 
sehr feucht und kalt wäre, welches nur im Winter der Fall ist. 
Allein ein geschickter Mann kann und wird gewöhnlich die 
Untermalung eines Kopfes in drei bis vier Stunden vollenden, 
besonders wenn die Zeichnung schon ordentlich ausgeführt ist; 
und wenn auch dieses nicht ist, so giebt es solche fertige Künst- 
ler, die in zwei Stunden nicht nur aufzeichnen, sondern auch die 
ganze Untermalung von natürlicher Grösse vollenden. Noch mehr, 
aber freilich eine seltene Ausnahme, zu Paris giebt es einen 
Künstler, Hr. Boill y, welcher in zwei oder drittehalb. Stunden
        

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