Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1336139
Farben. 
Reine 
der Töne. 
Reihenfolge 
169 
sie weiter ausbreitet, verliert man an Platz, und die Farbe wird 
zähe und schwer zu verarbeiten", besonders im Sommer. .Man 
bemühe sich also, soviel als möglich das Ansehen der Palette auf 
der siebenten Kunfertafel zu erreichen. 
Methodische Anordnung där Töne einer Palette 
Untermalung der Oarnation. 
zur 
Rechts oben auf der hölzernen Palette," zwei Linien vom 
Rande derselben, setze man etwas reines Weiss, um nöthigen- 
falls davon mit dem Pinsel nehmen zu können. Dann befolge 
man folgende Ordnung, sowohl um die Töne auf der Glastafel zu 
mischen, als auch" von da auf die Palette zu übertragen, wobei 
man, wie schon gesagt,'zu beachten "hat, jeden Ton nicht breit, 
sondern aufgehauft hinzusetzen, besonders die" hellen Töne, unter 
welchen viel Weiss ist. Dadurch können sie noch den anderen 
Tag gebraucht werden, wenn man die Vorsicht braucht, die ich 
anderswo erwähnt habe I).  
Frische, 
rosenfarbene 
und 
helle 
Töne. 
Erste 
Gewöhnlicher Zinnbber, rein 9'. 
Zinnoberund ebensoviel Weiss. 
Zinnober mit drei oder vier Mal 
soviel 
Weiss. 
1) Man sehe die dritte Lection S. 95, wie man eine Palette bis zum an- 
deren Tage frisch erhalten soll. 
2) Ich bemerke hier ein für alle Mal dass überall, wo in der Folge bei 
einer reinen oder gemischten Farbe ein i? steht, dieses soviel bedeutet, dass 
dieser Ton noch gar keine Beimischung von Weiss hat; daher wird man bei 
dem Anfang einer jeden Reihe bei Nr. 1 ein i sehen, ausgenommen bei deri 
neunten und funfzehnten, die eine Vermischung von Weisg in N11 1 haben 
müssen, um graubläuliche oder bräunliche Töne daraus zusammenzusetzen, wie 
es nöthig ist.   
Alle Töne, welche in einer Reihe mit Nr. 1 anfangen, sind daher die Basis 
von den zwei darauf folgenden helleren Tönen, welche die Nr. 2 und 3 haben, 
und bisweilen auch 4. Von allen denjenigen, welche Nr. 1 haben, nehme man 
eine etwas grössere Quantität, weil man von diesen wiederum nimmt, um, wenn 
es nöthig ist, andere Töne nach Belieben zu verstärken oder zu modiiiciren, zu- 
nächst vorzüglich die darauf folgende Nr. 2 und 3, die von denselben abstammen.
        

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