Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1335885
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Siebentß 
Lection. 
Ultramarin. 
blau bei sich behielt, und thue es in einen eisernen Löffel, der 
über Feuer schon rothglühend ist, und zwar so lange, bis die 
Farbe selbst weissglühend wird. Nach dem Erkalten untersuche 
man die kleine Probe genau; ist sie mit Kobalt vermischt, so 
wird er sich als Glas niederschlagen und wie kleine dunkelblaue 
glänzende Kügelchen erscheinen; ist sie mit Berlinerblau vermischt, 
so wird man kleine rothe oder dunkelgelbe Theilchen gewahr 
werden; denn das Berlinerblau verwandelt sich in eine Art dun- 
klen Ocker, sowie es bei offenem Feuer gebrannt wird. 
Was das wahre Ultramarin betrifft, so muss es eben so 
lebhaft und rein blau bleiben, wie es vor dem Brennen war, der- 
gestalt, dass man ungefähr erkennen kann, wie viel die Bei- 
mischung beträgt. Indessen betrage die zugesetzte Mischung viel 
oder wenig, so kaufe man diese verfälschte Farbe nicht; denn 
man würde die Färbung, besonders im Fleisch und in den Lüften, 
damit verderben.  
        

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