Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1335854
Drittes 
Verfahren. 
viertes 
und 
141 
sowie für die vorhergehenden, die Zubereitung des Lapis Lazuli 
und der Paste die nämliche sein muss, ebenso auch die letzte 
Operation in Betreff des Brennens des Ultutmarins, dessen Ver- 
wandlung in Pulver und Aufbewahrung in Flaschen.  
Wenn man neugierig sein sollte, die ältere übliche Methode 
vom Ausziehen des Ultramarins kennen zu lernen, so findet man 
Ausführliches darüber in mehreren Schriften, besonders in der 
Encyklopädie, und in Watin's Part du peintre et du vernis- 
seur etc.; allein ich muss gestehen, dass diese alte Methode viel 
langweiliger ist, als die neue. 
Viertes 
Verfahren, 
das Ultramarin 
ziehen. 
8,118 
der 
Paste 
Zll 
Im Begriff, die Correcturen zur zweiten Aufiage dieses Hand- 
buchs zu machen, erfahre ich von Herrn Töpff er, den ich wieder 
gesehen habe, ein viertes noch besser als die vorigen forderndes 
Verfahren mit der Versicherung, dass es ihm und Anderen, die 
es nach seiner Vorschrift angewendet haben, vollkommen geglückt 
sei. Hier folgt es:  
Wenn die Paste in jeder Beziehung, wie oben angegeben, 
bereitet ist und man dieselbe je nach Jahreszeit, Wärme oder 
Kalte der Luft hat ruhen lassen, bricht man sie in kleine Stücke 
und reibt sie mit dem Läufer und so viel Wasser, als nothwendig, 
um einen Brei in der Stärke dicker Milch, aber nicht so dick 
wie gute Sahne, daraus zu machen. Dann bearbeitet man einige 
Minuten lang diesen Brei mit dem kleinen Besen ohne Rinde und 
giesst ein Wenig gut aufgelöstes Gummiwasser, während man 
noch immer die Farbe peitscht, hinzu, etwa in dem Verhaltniss, 
als ob man Farbe zum Gouachemalen daraus machen wollte, d. h. 
also: nicht viel. Wenn Alles gut untereinander gemischt ist, giesst 
man diese Farbenmasse schnell (bevor sie Zeit gewinnt, sich zu 
setzen) in ein oder mehrere länglich geformte Glaser, wie z. B. 
die Champagnergläser sind, und lasst nichts in dem ersten Ge- 
fäss, wo man die Mischung geschlagen hat, übrig. 
Nun lässt man die Farbe sich setzen, ohne sie während acht- 
undvierzig Stunden zu berühren. Nach Verlauf dieser Zeit wird 
man durch das Glas (es muss weisses Sein) die sich unterschei-
        

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