Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1335809
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Lcction. 
Siebente 
des Ultramarins. 
flerstellung 
Wenn die Paste erschöpft ist und blos noch Ultramarinasche 
davon geht, so ist man sicher, dass man Alles, was möglich ist, 
herausgezogen hat. Das Uebriggebliebene der Paste enthält blos 
Talg und den Theil des Steins, welcher kein Blau in sich hat. 
Ich sowohl als meine Freunde haben bemerkt, dass es gut 
ist, das Wasser öfters zu wechseln, um sich die Hände darin zu 
waschen. Es scheint, dass das reine Wasser, das noch gar keine 
Fetttheilohen enthält, das Ultramarin besser entbindet, als wenn 
es schon acht bis zehn Minuten gebraucht worden ist. Man muss 
also mehre Schüsseln mit Wasser in gehöriger Temperatur haben, 
deren man sich allmälig bedient, und sowie man die vorhandenen 
verlasst, weil sie zu viel F ettigkeit enthalten, zu einer anderen 
gehen, um die Extraction der blauen Farbe durch die Wäsche 
zu erleichtern. Die ersten Schüsseln lasst man einige Stunden 
ruhig stehen, damit das Ultramarin sich auf dem Boden der Ge- 
tässe setzen kann; nachher, wenn man sieht, dass der Nieder- 
schlag stattgefunden hat, schüttet man den grössten Theil des 
klaren Wassers, als zu nichts mehr brauchbar, in irgend ein Ge- 
fass; dies muss aber behutsam und vorsichtiggeschehen, damit 
das auf dem Boden und an den Seiten des Gefässes sich befin- 
dende Blau nicht mit weggegossen wirdf Hierauf giesst man 
alles übrige in den verschiedenen Schüsseln enthaltene Wasser 
und Blau in eine einzigergrosse Schüssel, die bestimmt ist, allen 
Bodensatz von Blau zu sammeln. Allein man muss es durch ein 
seidenes Sieb giessen, damit alle Fetttheilchen und andere 
Unreinigkeiten im Siebe bleiben", durch welches blos das Wasser 
mit sammt dem Ultramarin laufen darf. Man muss darauf sehen, 
dass, ehe man abgiesst, der Bodensatz mit dem übrig gebliebenen 
Wasser stark durcheinander gerührt wird, damit alles Blau in 
das Sieb läuft, und die flüssige Masse das Ultramarin durch das 
Sieb mit fortreisst.  
 Wenn alle Bodensätze des Ultramarins in ein und eben der- 
selben SC-hüsäel  mit einer hinlanglichen Quantität Wasser zu- 
1) Wenn gesagt wird, dass alle Bodensätze in eine und eben dieselbe 
Sghüsgelrgegggsen wßrdell sollen, so ist dies nur für den 1131.11, wenn man aus 
der Paste nur eine Sorte Ultramarin von einerlei Güte machen will. Will man
        

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