Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1334258
Beobachtungen und Bemerkungen zu den eben genannten Tönen für die 
 
Von der Beschaßenheit und dem Glanz der Ilaare         
Dem Anfänger wird diese, für einen geübten Künstler etwas zu ausführ- 
liche Palette noch ganz besonders anempfohlen         
Ueber den Gebrauch der beschriebenen Palette für Anfänger      
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Lection 
XVII. 
Wie man sich bei einer guten Untermalung (eines Kopfes) zu verhalten hat 
Es muss vorausgesetzt werden, dass vor allen Dingen die Aufzeichnung 
gut und treu gemacht ist. Hierzu wird rothe, schwarze, weisse Kreide 
empfohlen (Anmerkung 2)                 
Wie man eine Zeichnung auf Papier, um sie auf Leinwand zu übertragen, 
durchzeichnet (kalkirt)                  
Der Umriss muss mit dem Pinsel auf der Staffelei berichtigt werden. An- 
weisungen für die Gewöhnung an der Staffelei zu arbeiten und für den 
Gebrauch der Pinsel und Farben hierzu            
Zuerst müssen die Schatten mit wenig Farbe, wie getuscht, gemalt wer- 
den, bevor man die Lichter impastirt        .    
Die Lichter (und Localfarben) müssen stark impastirt werden und man 
fängt da an, wo man beim Zeichnen auf grauem Papier weisse Kreide 
 
Es wird Ton an Ton, einer neben den anderen, ohne sie in einander zu 
ziehen, in fortschreitender Abstufung von den Lichtern ab, aufgetragen 
Und man kommt so von den Halbtönen zu den wirklichen Schatten, dann 
 
Die gebrochenen Farben der Halbtöne dürfen nicht übertrieben werden 
 
Die Schatten dürfen nicht zu dunkel, zumal in der Untermalung, sondern 
müssen lichter und warmer angelegt werden        .   
Die Töne müssen durch die Richtigkeit ihres Tons und ihrer allmaligen 
Abstufung in einander fiiessen, durch den Vertreiber so wenig wie mög- 
lich in einander gezogen werden               
Beispiel der Möglichkeit am Mosaik zu sehen (S. 198)        
Anweisung, wie die Töne in einander verschmolzen werden müssen, ohne 
einen durch den anderen zu verderben              
Erfahrung, Einsicht und der feste Wille, zu erreichen, was Andere er- 
reichen kannten, überwinden alle diese Schwierigkeiten       
Beispiel für die Behandlung einer solchen unmerklichen Abstufung der Töne 
Die Verschiedenheit dieser Töne kommt nicht sowohl von der Mannigfal- 
tigkeit der wirklichen Färbung der Haut, sondern vielmehr von den 
Veränderungen der Beleuchtung auf abweichende Flächen, verstärkt 
durch den zarten Flaum einer schönen Haut          
Dieser Flaum, je nachdem er blond, braun oder schwarz ist, ändert da- 
 
Von den verschiedenen Färbungen, welche die Reflexe beim Fleisch an- 
 
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