Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1335649
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Fünfte Lectiun. 
Der 
Z UII! 
Tisch 
Reiben. 
Glas an den Rändern durch kleine Leisten oder Pflöcke festge- 
macht sein, damit sie nicht bei starkem Gebrauch des Läufers 
hin und her gehen könne, denn dieser würde, um die Cohäsion 
der Farben zu überwinden, im eigentlichen Verstande damit hin 
und her fahren.  
Man muss sich einen Ort wählen, wo man keinen Staub zu 
befürchten hat. Niemand muss uns stören, sowohl während des 
Reibens, als auch bei dem Trocknen der Farbe, besonders aber wenn 
man in Oel reibt, denn man kann sich gegen Staub nicht genug 
verwahren. Unsere Werkstatt ist sicher der beste Platz dazu, 
wenn man nicht ein besonderes Zimmer hat, das verschlossen 
werden kann. 
Die hölzernen Nagel oder kleinen Leisten, die man um die 
Glastafel anbringt, um das Rutschen zu verhindern, müssen nicht 
über dieselbe hervorragen, sonst stösst man mit dem Läufer da- 
gegen. Die Leisten werden auf die Tafel geschraubt; allein ich 
ziehe hölzerne Pflöckchen vor, die man in Löcher steckt, wie man 
später sehen wird. (Die Form dieser Pflöckchen sehe man auf der 
zweiten Tafel, Fig. ä X.) 
Unter diesem Glase wird ein guter und starker Flanell aus- 
gebreitet, und über diesen weiches oder Seidenpapier. Das letz- 
tere dient blos, damit der Grund weiss und gleichförmig sei, und 
man desto besser sehen kann, 0b das Glas gut gereinigt ist. 
Dies ist die gewöhnliche Zurichtung, allein ich gebe der 
nachfolgenden den Vorzug, weil sie in der Werkstatt nicht hin- 
derlich ist, und eben so gut allen Erfordernissen Genüge leistet. 
Beschreibung eines Tisches, wodurch Platz 
Werkstatt erspart werden kann. 
in 
der 
Der Mangel an Raum hat mich auf die Idee einer neuen 
Einrichtung gebracht, die sich gut erwiesen hat, und die ich um 
so lieber anrathe, da sie auch nicht kostspieliger ist. (Man sehe 
die Kupfertafeln I. und II.) Es ist eine Tafel, die man auf- und 
niederlassen kann, vermittelst zweier starken Scharniere, die in 
die Mauer geschraubt sind, woran dieselbe festgemacht und auf- 
gehängt ist. 
        

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