Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1335484
Fünfte 
Leßtiou. 
Von 
den 
nothwendigen 
Instrumenten 
ZllIIl 
F arbenreibeh. 
Man muss zwei Reibsteine, zwei Läufer und zwei Spachtel, 
einen grossen und einen kleinen haben. (Man sehe die erste und 
zweite Kupfertafel, auf welchen diese Dinge mit ihren Formen, 
Proportionen und Zurichtungen dargestellt sind.) Ueberdies ist 
ein wohlbefestigter Tisch erforderlich, welcher den starken Bewe- 
gungen beim Reiben Widerstand leistet. Ich werde die verschie- 
denen Arten, wie man sich zu dem Ende einzurichten hat, be- 
schreiben, besonders aber diejenige hervtorheben, welche mir die 
beste zu sein schien, deren Einrichtung ich erfand und annahm. 
Von 
dem 
grossen 
Reibsteine. 
Je grösser der Stein, mit desto grösserer Leichtigkeit kann 
der Farbenreiber seine Arbeit beschleunigen; allein es giebt ver- 
nünftige Grenzen, bei welchen man stehen bleiben muss. Vier 
französische Quadratfuss, nämlich zwei Fuss auf jeder Seite, ista 
für einen Künstler wohl die beste Grösse. Da aber harte, hierzu 
geeignete Steine, wie Porphyr, Achat etc., sehr selten und theuer 
sind, so kann man an ihrer Stelle Glastafeln nehmen, von vier, 
fünf, sechs und mehr Linien Dicke. 
Das Glas ist viel härter, als der grösste Theil der gewöhn- 
lichen Steine, welche die Farbenreiber gebrauchen, und wenn 
auch durch langen Gebrauch sich Theilchen abnutzen, so wird 
die Menge so unbetrachtlich sein, dass sie kaum einer Erwäh- 
nung verdient. Ausserdem hat Glas, in ganz feines Pulver ver- 
wandelt, weder Farbe noch Consistenz; es ist ein weisses, durch-
        

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