Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Oelmalerei für Künstler und Kunstfreunde
Person:
Bouvier, Pierre Louis Ehrhardt, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333609
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1335190
der 
Verzeichniss 
gebräuchlichsten Farben. 
75 
nicht fein genug geriebene Farbe ist untauglich zum Malen, zu 
viel Oel aber, eben so wie schlechtes Oel (viel oder wenig), macht 
die Farbe immer nachdunkeln. 
Ein guter Theil dieser Uebel würdernun wohl vermieden werden 
können, wenn man sich die Farben selbst präparirt, in unseren 
Tagen jedoch wird dies nur selten geschehen, der mit seinen 
Arbeiten beschäftigte Künstler eben so wie der Anfänger wird 
jetzt immer zu den ihm fertig dargebotenen Farben greifen und 
es lässt sich nicht leugnen, dass eine sorgsame Aufmerksamkeit, 
die sich ausschliesslich der Bereitung der Farben widmet, eigent- 
lich bessere Resultate nach jeder Seite hin müsste erreichen 
können, als die getheilte des Künstlers. "Die Fähigkeit, dies zu 
beurtheilen, wird aber immer durch eine genaue Kenntniss der 
Herstellungsart gefördert werden. 
Damit Jedermann sich leichter orientiren könne, folgt nun 
ein Verzeichniss der gangbarsten Farben, die, weil sie gefordert 
werden, auch die solidesten Handlungen 1) halten müssen, sichere, 
mehr oder weniger bedenkliche, ja entschieden verweriiiche. Der 
Grad dieser Bedenklichkeit ist in dem folgenden Verzeichniss durch 
i, H, 3M und Hi" bezeichnet, während die ganz sicheren gar 
keine solche haben, und die Bezeichnung mit iiwx eigentlich 
identisch mit dem Rathe ist, diese Farben ganz zu verwerfen. 
Es ist dabei die Art, wie sie trocknen und die Ursachen, die 
ihren Gebrauch mehr oder weniger bedenklich machen, in den 
beigefügten Bemerkungen kurz angegeben. 
ist nicht so weiss, rein und leuchtend, als das vorige. 
ist weniger weiss, weniger leuchtend, für die Behandlung sehr unangenehm, indem es 
etwas Schleimiges und Zähes hat, überdies ist es erst seit nicht sehr langer Zeit 
in Gebrauch gekommen 2). 
L 
1) Als solche erfreuen sich in Deutschland des besten und allgemeinsten Rufes 
fliß Handlungen von Anton Heuer und Pröll in Dresden und von G. B. Moewes 
111 Berlin. 
 2) Nur wenn man die Malerei mehrere Tage nass erhalten will und muss,-wird 
dleser Vortheil die Unannehmlichkeiten dieser Farbe überwiegen. 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.