Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333483
Harmonie, 
wie 
sie 
hier 
entstanden 
gedacht 
wird, 
entbehrt 
noch 
jedes 
speciellen 
Charakters ; 
sie 
ist 
für 
das Auge 
einfach 
wohlthuend, 
ohne 
eine 
besondere Auf- 
regüng 
hervorzurufen ; 
man 
kann sie charakterlos nennen 
in 
dem 
Sinne, 
wie 
Winckelmann 
die 
absolute 
Schönheit 
charakterlos 
nennt. 
Ihre Anwendung 
faltig. Sie tritt auf 
die Kunst ist indess mannig- 
dem Zweck, die Leere eines 
auf 
zu 
grossen 
Raulnes 
in 
anmuthiger 
Weise 
auszufülleh 
und 
das 
farbenbedürftige Auge wohlthuend zu beschäftigen. 
Die ältesteü Völker haben dieses Bedürfniss bereits 
gehabt; 
sie 
haben 
die 
Fussböden 
und 
Wände 
ihrer 
Wohnungen mannigfach verziert und zwar vorzugsweise 
innerhalb der Grenzen dieser einfachen Harmonie, mehr 
oder 
weniger variirt 
nach einem helleren 
oder 
dunkleren, 
wärmeren 
oder 
kälteren 
Gesammtton. 
Die Meisterschaft in ihrer Anwendung gebührt vor 
Allen den Orientalen in ihren Teppichen und dem Farben- 
schmuck ihrer Zimmerwände. Der alte orientalische 
Teppich 
ist 
VOD 
unendlicher 
Sanftheit 
und 
Milde 
im 
Totaleindruck, 
obwohl die 
einzelnen Parcellen 
im Muster 
oft mit glühendsten und lebhaftesten Farben hergestellt 
sind. Es mag hierbei erwähnt werden, dass, abgesehen 
von der Farbe, der orientalische Teppich auch in Bezug 
auf die Form mustergültig ist. Die Verzierungen in dein- 
selben gehen niemals aus der Fläche heraus; dies ist von 
Wichtigkeit, denn der Fussboden ist zum bequemen Schrei-
        

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