Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333423
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Werke dergrossen klassisch gewordenen Coloristen auf 
uns, deren Farbe aus einem grossen, wahrhaft künst- 
lerischen Inhalt hervorgegangen und mit demselben eng 
verschmolzen ist. Sie tragen etwas Wunderbares an sich, 
einen magischen Zauber, der uns nicht ruhen lässt, sie 
immer wieder anzuschauen, und sie verfolgen uns in Ge- 
danken, auch wenn wir sie nicht mehr vor Augen haben, 
gleich einer guten Musik, die wir summend mit uns fort- 
tragen, wenn das Orchester längst verklungen ist. Sie 
sind das Product einer besonders starken Begabung für 
Farbe, des ausgeprägten Farbensinnes, der sich von dem 
gewöhnlichen farbengesunden Auge dadurch unterscheidet, 
dass er sich mit dem Empfange von Farbeneindrücken 
nicht begnügt, sondern aus innerer Nothwendigkeit neue 
Eindrücke schaffen muss. Eine leise Andeutung in der 
Natur, die das gewöhnliche Auge übersieht, genügt ihm, 
 den Weg zu grossen und originellen Harmonien zu finden. 
Man könnte das Wort „neu" anfechten: neu im strengsten 
Sinne des Worts ist überhaupt nichts in der Farbenwelt; 
aber herausgesondert aus der grossen Masse und zu einer 
besonderen Bedeutung verwerthet, kann immer wieder 
Etwas hingestellt werden, was" man neu zu nennen be- 
rechtigt ist, wenn es auch mit denselben altenMitteln 
Zll 
Tage 
gefördert 
wurde. 
In der That entdecken wir in diesen par excellence 
coloristischen Werken Nichts, was von der Natur, die 
UIIS 
umgiebt, 
direct 
oder 
in 
besonderem Maasse abwiche,
        

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