Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333342
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muss die Zeit lehren. Wir unterlassen es daher an 
dieser Stelle, uns auf ein bestimmtes wissenschaftliches 
System zu beziehen und stellen nur Das zusammen, was 
die grossen Meister der Malerei durch Farbensinn, eigene 
Erfahrung und theilweise auch wohl durch die Hülfe der 
WVissenschaft als richtig erkannt haben und was sie befähigt 
hat, Werke zu schaffen, welche durch Farbenharmonie un- 
bestritten das Staunen und die Freude der Mitwelt erregen. 
Die Farbenlehre der Malerei als Theorie ist einfach, 
klar und erschöpfend. Sie erkennt für die Beurtheilung 
der Farben als einzigen Richter das gesunde und farben- 
geübte menschliche Auge an. (Nach statistischen An- 
gaben neuerer Forscher beträgt die Zahl der Farben- 
gesunden etwa 82 vom Hundert, während 18 vom Hundert 
theilweise oder ganz farbenblind sind.) 
In der Reihe der Farbenerscheinungen sind drei 
Punkte, welche wir als ursprüngliche, reine oder Grund- 
farben anerkennen. Sie unterscheiden sich von den anderen 
Farben dadurch, dass sie sich durch Mischung nicht er- 
zeugen lassen, während alle anderen Farben aus ihnen 
gemischt werden können." Sie heissen Gelb, iRoth, Blau; 
keine derselben ist durch irgend eine Zusammensetzung 
das Auge eine entschieden andere sein, als die, welche durch Ueber- 
einanderfülgrung oder Drehung der Farben erzeugt wird. Höchst 
wahrscheinlich würde auf diese Weise aus Gelb und Blau Grün 
entstehen, selbst dann, wenn beide Farben nicht von absoluter 
Reinheit wären.
        

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