Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333283
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Trocknens derselben ist der Eifect, 
der 
vor dem Künstler 
steht, längst verschwunden. Will er aus unmittelbarer 
Anschauung eine farbige mit Gewölk durcliwebte Luft 
schnell zu Papier bringen, so bleibt nichts Anderes 
übrig, als statt der langsamen Präparation mit über 
einander gelegten Tönen die Farben rlirect zu mischen, 
nass in nass neben einander zu stellen und zu ver- 
arbeiten. Es wird niemals gelingen, auf diese Weise 
den Hauch der Natur zu erreichen, aber das Resultat 
wird 
hinreichend 
sein , 
um 
nach 
demselben 
ein 
selb- 
ständiges Werk zu beginnen. 
Was das Maass der Kraft, 
welches 
einem 
Bilde 
Zll 
geben 
ist, 
anbetrifft, 
SO 
kann 
1113.11 
darin 
nicht 
VOI" 
sichtig und ökonomisch genug sein. Die Mittel, welche 
unsere Palette bietet, sind unendlich geringer, als die 
der Natur; daraus folgt, dass sie weise verwerthet 
werden 
müssen, 
um 
einen 
der 
Natur 
sich 
annähernden 
Effect zu erreichen.  Man arbeite so lange als möglich 
mit Mitteltönen, auch in den tiefsten Stellen des Bildes, 
und spare die äusserste Kraft, die die Farben bieten, 
für wenige, wohl erwogene Stellen auf. Zu grosse Di- 
mensionen energischer Dunkelheit werden nicht mehr als 
Kraft, sondern als Schwärze wirken, und wie die hellste 
Lichtpartie noch ihren Focus haben muss, ist auch für 
den Schatten ein Kernpunkt wohlthuend. Das stumpfe 
Auftrocknen der dunklen Farben lässt oft ihre Unter- 
schiede 
nicht 
genug 
erkennen ; 
11111 
sie 
Zll 
verdeutlichen
        

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