Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333250
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benimmt durch diese Lasur 
dem 
todten 
Weiss 
seine 
durchsichtigkeit. Die passendste Farbe dafür ist Gamboge 
(Gummiguttae) entweder rein genommen, oder bräunlich 
mit Burnt Sienna gemischt; oder grünlich mit Cendre 
verte oder Indigo. Auch Raw Sienna, rein genommen, 
eignet sich zu diesem Zweck. 
Wiederum lässt man die Farbe vollkommen trocknen 
und hat nun diese gewonnenen, aber noch isolirt stehen- 
den Lichter mit den daneben liegenden Mitteltönen oder 
Schatten 
durch 
abermaliges 
Uebergehen 
mit 
Farbe 
Zll 
verbinden. 
Technisch 
ist 
hierbei 
bemerken , 
dass 
sich 
das 
Weiss 
mit 
einem 
schlanken 
gut 
schliessenden 
Marderhaarpinsel am geschicktesten behandeln lässt, 
die Üeberlagen auf dem Weiss aber mit einem weichen 
Aquarellpinsel. 
Die Operation muss leicht und 
damit sich das Weiss nicht auflöst. 
schnell geschehen, 
Kleine zurückge- 
bliebene 
Fleckchen 
müssen 
nachträglich 
noch 
sorgfältig 
mit 
Farbe 
bedeckt 
werden. 
diese 
Auf 
Weise 
sind 
die 
aufgesetzten Stellen vollkommen mit der Harmonie 
Ganzen zu verschmelzen und haben dieselbe Dauer, 
des 
wie 
die übrigen Theile des Bildes. Andere Deckfarben als 
reines Weiss zu verwenden, dürfte kaum rathsam sein, 
wenigstens keinen Vortheil bringen; jedenfalls muss man 
sie ebenso wie das Weiss mit transparenten Farben über- 
gehen, um sie mit dem Ganzen zu verschmelzen. Die 
Anwendung des Weiss als Beimischung zu anderen Farben
        

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