Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333242
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wendet sein soll. 
S0 mancher Liebhaber hält ein Aquarell 
für weniger werth, wenn er entdeckt, dass die höchsten 
Lichter in demselben nicht durch Aussparen, sondern 
durch Deckung erzeugt sind. Es ist dies erklärlich durch 
den Zustand der Technik in früherer Zeit, wo man kein 
weisses Pigment kannte, welches permanent war. Die 
aufgesetzten Lichter verloren nach einiger Zeit ihre 
ursprüngliche Helligkeit und ihren Ton und wirkten dann 
unvermittelt und störend. Auch benutzte man ausser 
dem 
Weiss 
noch 
andere 
Deckfarben, 
die 
vermöge 
ihrer 
Undurchsichtigkeit einen störenden Fleck in die Harmonie 
brachten. Man hatte also Recht, die Deckfarbe als un- 
berechtigt 
in 
einem 
Aquarell 
betrachten. 
Mit 
dem 
Fortschreiten 
der 
Technik 
ist 
1113.11 
aber 
heut 
Zll 
Tage 
zu einem anderen Resultat gekommen. Das in jeder Be- 
ziehung vortreffliche Permanent Chinese White (von Win- 
sor 8a Newton) ist ein vollkommen dauerhaftes Pigment. 
Seine Benutzung 
in der Aquarell-Malerei ist mannigfaltig 
und von grosser Wirkung. 
Ein Beispiel möge zur näheren 
Erklärung dienen. Wenn in einem Buschwerk oder über- 
haupt in der Vegetation des Vorgrundes die hellsten Lichter 
nicht pikant genug erscheinen, so setze man dieselben 
mit reinem Weiss fest und scharf auf die entsprechenden 
Stellen. Nachdem dieser Aufsatz vollkommen getrocknet 
ist, übergebe man ihn mit hellem Gelb oder Grün je 
nach 
der 
Farbe 
des 
Gegenstandes, 
ohne 
ihn 
durch 
langes 
Verweilen 
mit dem Pinsel wieder aufzulösen. 
Man
        

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