Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333176
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Farbenlagen zu bewirken suchen. Ob ihm dabei Schwamm, 
Messer und Tuch Dienste thun, die die Structur des 
Papieres völlig vernichten, 
für seine Lichter zu Hilfe 
oder ob er deckende Farben 
nimmt, wer- will ihm daraus 
einen 
Vorwurf 
machen, 
sobald 
nur 
Zll 
seinem 
Zweck 
kommt? Handelt es sich dagegen um ein durchgeführtes 
Bild, so tritt "die Nothwendigkeit ein, mit einiger Be- 
rechnung zu Werke zu gehen. 
 Es sind wesentlich zwei Principien, 
welche 
VOII 3,118- 
gezeichneten Aquarellmalern für die Durchführung voll- 
endeter Werke angewendet werden. Die Einen beginnen 
damit, den auf dem Gemälde vorkommenden Gegenständen 
ihre Localfarbe zu geben, und zwar den Lichtton derselben, 
sodann diese hellen Silhouetten durch Mitteltöne und 
Schatten 
Zll 
modelliren. 
Die 
Andern 
halten 
die 
Farbe 
vorläufig zurück; sie beginnen damit, die Gegenstände 
mit einem neutralen Ton zeichnerisch zu modelliren und, 
wenn dies geschehen, mit dem entsprechenden Local- 
farbenton zu übergehen.  Beide Arten haben ihre Vor- 
züge, aber auch ihre Mängel, sobald man pedantisch an 
ihnen hängt. Mir scheint die Verschmelzung beider am 
leichtesten zu einem guten Resultat zu führen. Bäurne 
und Sträucher z. B. würde ich immer vorziehen, mit 
ihrem Localton kräftig in ihrer ganzen Form 
und dann durch Mittelton und Schatten zu 
anzulegen 
vollenden, 
ebenso helle Terrainpartien. Architecturen dagegen, 
besonders fein gegliederje moderne Häuser Würden mit
        

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