Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333143
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ihrer Hauptform 
auszusparen 
und 
sodann 
mit dem Tuch 
oder 
einem 
scharfen 
Radirmesser 
Zll 
verfeinern. 
Das 
völlig 
still 
liegende Meer ist eine seltene Natur- 
erscheinung; es spiegelt. wie jedes andere stille YVasser, 
die Wirklichkeit mit perspectivischer Genauigkeit wider. 
Ein 
leiser 
Windhauch 
zieht 
leise 
Streifen 
darüber 
hin: 
welche den Ton und die Fadrbe der höher liegenden Theile 
der 
Luft 
annehmen. 
Es 
ist 
hierbei 
gleichgültig, 
3.11 
welcher 
Stelle 
des 
Meeres 
der 
Wind 
sich 
zeigt 
wir 
sehen oft eine glatte See mit einem oder mehreren dunklen 
Streifen 
am 
Horizont, 
die 
eine 
Verwandtschaft 
mit 
dem 
Ton 
des Zeniths haben, 
ein Beweis, 
dass der die Streifen 
erzeugende 
in solchem 
Wind ziemlich 
Falle die Sonne 
heftig sein muss. 
in oder über dem 
Steht 
Bilde, 
SO 
wird 
dieser 
bewegte Streif 
senkrecht 
unter 
der Sonne 
glänzend hell, wie die Sonne selbst, vorausgesetzt, dass 
die Bewegung stark genug ist, die einzelnen Wellen- 
Hächen bis gegen die Sonnenhöhe zu kehren. Man nennt 
dies häufig den Silberblick des Meeres. S0 ist denn, je 
nachdem der Wind stärker oder schwächer, für die Farbe 
der bewegten Streifen die ganze Farbenscala der Luft 
vom Horizont bis zum Zenitlm möglich. Bei klarem 
Tageshimmel und leichtem Wind sieht man daher das 
Meer blau, und je stärker der Wind, desto dunkler wird 
dasselbe. Technisch ist hierbei nur zu bemerken, dass 
schmale, 
weiche 
Streifen 
sich 
am 
leichtesten 
mit 
dem 
Tuch 
herausnehmen; 
sind 
sie 
dagegen 
scharf 
und
        

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