Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333109
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Erst 
durch 
strenge 
Beobachtung 
dieser 
Handgreif- 
lichkeit 
des 
Vorgrundes 
erhalten 
die 
weicheren 
und 
schlossenen 
Töne 
der 
Ferne 
ihren 
vollen 
Zauber. 
hoher Wichtigkeit und phantasti- 
Landschafts-Malerei ist Wasser. 
Ein Element von 
schem Reiz in der 
Vermöge seiner Bewegungsfähigkeit bildet es einen na- 
türlichen Gegensatz gegen das Starre. Sein fortwähren- 
des Bestreben, seine glatte Oberfläche herzustellen, ver- 
leiht ihm die Eigenschaft des Spiegelns, und zwar in 
dem Maasse seiner eigenen Ruhe. Der sehäumende Giess- 
bach, der rinnende Strom, der streitige Landsee, der 
sohilfumgebene, mit Wasserblumen bedeckte Weiher, 
dessen stille Buchten spiegelglatt in der Sonne brüten, 
können an und für sich schon malerische Sujets von 
höchster Wirkung sein. Ueber die poetische Auffassung 
entscheiden allein Tact und Naturgefühl des Künstlers, 
jedes Wort 
technischen 
darüber wäre unnütz; aber in Betreff der 
Behandlung lassen sich einige practische 
freilich wieder mehr in einem rich- 
Ton- und Farben-Verhältnisse be- 
in besonderen technischen Hand- 
Regeln angeben, die 
tigen Erkennen der 
stehen, als gerade 
griHen. 
Eine vollkommen farblose Spiegeliläche reflectirt 
die Gegenstände nach den Gesetzen der Perspeotive mit 
absoluter Genauigkeit in Form, Ton und Farbe. 
Eine derartige Spiegelung existirt in der Natur nur 
_höchst selten, und wenn sie ja einmal vorkommt, ist
        

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