Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333098
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heben 
einzelner 
bestimmter 
Lichter 
und 
Schatten 
voll- 
endet werden muss. Nicht jeder Pinsel thut für diesen 
Zweck dieselben Dienste; besonders brauchbar sind dazu 
die braunen Marderpinsel, lang gebunden, in Blech ge- 
fasst, die bei einer grossen Elasticität sich vorn leicht 
spalten und hierdurch mehrere Striche und Formen auf 
einmal hervorbringen. 
Ein sehr dankbarer Theil 
der Behandlung des näch- 
sten Vorgrundes ist das Zeichnen 
Blätter und Ranken an den für ihre 
einzelner Halme, 
Wirksamkeit pas- 
sendsten 
Stellen. 
Ein 
scharf 
gespitzter 
Zobel- 
oder 
Marderpinsel von schlanker Taille führt das reine Wasser 
so scharf über die dunklere darunter liegende Fläche, 
dass durch ein kurzes und kräftiges Wischen mit dem 
seidenen Tuch oder Waschleder die hervor-gekommenen 
Forinen die Präcision sorgsam aufgesetzter Lichter haben. 
Die Punkte, welche man am glänzendsten wünscht, werden 
noch einmal genässt, gut abgewischt und mit dem Gummi" 
nachgerieben, wodurch sie dann fähig sind, jede beliebige 
Farbe anzunehmen. Die zu breit und ungeschickt ge- 
wordenen Lichter 
sind 
leicht 
mit dem daneben stehenden 
Ton 
beschneiden 
und 
Zll 
verbessern. 
Mauerwerk, 
helle YVände, 
altes Holz, 
grosse 
Steine, 
Baumstämme 
etc. 
haben 
sämmtlich 
eine 
mehr 
oder 
weniger rauhe Oberfläche, je nach ihrer speciellen Natur, 
und werden auf ähnliche Weise zur grössten Realität 
bringen 
sein.
        

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