Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333082
38 
es besteht, deutlich zu Tage. Um diese Stofflichkeit 
mit einer massenhaften Behandlung wiederzugeben, ist 
eine andere Pinselführung nöthig, als bei völlig glattem 
Ton. Man wird den Pinsel, der nicht allzu voll mit 
Farbe überladen sein darf, seitwärts auf das Papier bringen 
und durch ein leichtes Darüberfahren die Fläche porös 
übergehen. Die auf diese Weise absichtlich hervorge- 
rufenen Zufälligkeiten von Hell und Dunkel wird man 
im Sinne der Sache ausbeuten, indem man den ver- 
schieden geformten hellen Punkten kleine Schatten giebt 
und andere Stellen, die zu offen, mit dem entsprechenden 
Ton mehr zusainmenzieht. Das perspectivische Gefühl 
muss den Künstler leiten, den Einzelheiten, je mehr sie 
sich ihm nähern, grössere Dimensionen zu geben, und 
es ist hier der Punkt, WO sich seine Phantasie in Her- 
vorbringung mannigfacher charakteristischer Formen zu 
bekunden hat. Was den Lichtern noch an Helligkeit 
fehlt, 
IIIUSS 
mit 
dem 
Tuch 
herausgenommen 
und 
ent- 
sprechend colorirt werden. 
In ähnlicher Weise ist ein mit Vegetation 
bedeckter 
Boden 
Zll 
behandeln. 
Eine Wiese oder Angerfläche, die uns in der Ferne 
wie weicher Sammet erscheint, zeigt in grösserer Nähe 
die einzelnen Partien der Gras- und Halmbüschel, bis 
Zllnl 
deutlichen 
Erkennen 
der 
einzelnen 
Stauden 
und 
Halme. 
Auch 
hier 
ist 
die 
Behandlung 
mit 
der 
Seite 
des 
Pinsels 
vortheilhaft, 
die 
dann 
durch 
das 
Hervor-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.